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Symbolfoto: Gerd Altmann/pixabay.com

Lüdenscheid. Nach den öffentlichen Anschuldigungen gegen einen ehrenamtlichen Mitarbeiter der Ev. Kirchengemeinde Brügge und vormals des CVJM Lüdenscheid-West e.V., hat der Krisenstab des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg sein Unterstützungsangebot für die Menschen vor Ort ausgeweitet. In den vergangenen Tagen wurden Jugendliche aus der Gemeindezu einem weiteren Austauschabend eingeladen.

Hier standen den Jugendlichen auch Experten aus den Bereichen Unterstützung, Beratung und Seelsorge zur Seite. Unter den gleichen Rahmenbedingungen wurde auch ein Elternabend durchgeführt. Des Weiteren wurde die Kirchengemeinde in einer Versammlung über die derzeitigen Umstände informiert.

Jeder erhält professionelle Hilfe

Hierbei stellte sich der Krisenstab den Anwesenden in ihren Fragen und Anmerkungen. Zudem wurden die Angebote der Unterstützung, Beratung und Seelsorge vorgestellt. Der Krisenstab bekräftigt dabei sein Versprechen, dass man jedem Menschen, der es wünscht, professionelle Hilfe anbietet oder vermittelt.

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Alfred Hammer, Leiter des Krisenstabes, wies auf der Gemeindeversammlung aber auch darauf hin, dass der Krisenstab nicht über die Möglichkeiten einer staatlichen Behörde verfügt und damit eine weitere Ermittlung des Falls – im juristischen Sinne -nicht möglich sei.

Der Krisenstab wird aber weiterhin mit vollem Einsatz zur transparenten Aufklärung des Falls beitragen. Für Betroffene steht nach wie vor die Beauftragten der Landeskirche für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung zur Verfügung:

Daniela Fricke Kirchenrätin Beauftragte der EKvW für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung Landeskirchenamt -Altstädter Kirchplatz 5 -33602 Bielefeld Telefon: 0521 594-308E-Mail: daniela.fricke@ekvw.de

Weitere Personen haben sich gemeldet

Dieses Angebot wird wahrgenommen und angenommen. Weitere Personen haben sich in der Zwischenzeit bei der Beauftragten gemeldet. Aus den Aussagen der Betroffenen ist ersichtlich, dass sich die Anschuldigungen gegen den ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht nur auf einen Zeitraum vor fast drei Jahrzehnten beziehen. Aufgrund der hohen Fürsorgepflicht gegenüber den Anvertrauten sowie zum Schutz aller beteiligten Personen, kann der Krisenstab zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben hierzu machen.

Aufklärung wird noch lange dauern

Die Aufgabe der transparenten Aufklärung wird noch eine lange Zeit dauern. Der Krisenstab ist sich seiner Verantwortung hier bewusst. Zudem legt er den Fokus seiner Arbeit auf das umfangreiche Hilfsangebot für Betroffene. Auch diese Arbeit bleibt unverändert wichtig. Deswegen wurde schon vor Wochen das Märkische Kinderschutz-Zentrum in Lüdenscheid in den Fall einbezogen und konnte als unabhängiger Partner gewonnen werden. Gemeinsam mit den Möglichkeiten der Beratungsstelle des Diakonischen Werkes im Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg, stehen so umfassende Angebote für Unterstützung, Beratung oder Seelsorge zur Verfügung. Jeder,der dies in diesem Fall wünscht, kann die Angebote kostenlos und bei Bedarf auch anonym wahrnehmen.

Hier bittet der Krisenstab, sich an die beiden Partnerstellen zu wenden: Märkisches Kinderschutz-Zentrum Telefon: +49 (0) 2351 / 463915 Mail: info@maerkisches-kinderschutz-zentrum.de Psychologische Beratungsstelle Lüdenscheid des  Diakonischen Werkes Telefon +49 (0) 23 51 / 39 08 13 Mail beratungsstelle@diakonie-luedenscheid-plettenberg.de

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