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Die Grafik zeigt eine Ansicht von der Wilhemstraße aus. Links ist die mögliche Rekonstruktion der Fassade des Hauses Wilhelmstraße 10 zu sehen. Grafik: Stephan Höhne Gesellschaft von Architekten mbH

Lüdenscheid. Die Verwaltung und der Berliner Investor Terragon AG können die Pläne für den Bau der Seniorenresidenz Wilhelmstraße weiterentwickeln. Dazu hat der Hauptausschuss (in Vertretung des Rates) am Montagabend einstimmig grünes Licht gegeben.

Damit folgte der Ausschuss dem Beschlussvorschlag der Verwaltung. Zum weiteren Vorgehen zählt die Einbindung des Mobilen Baukulturbeirates für Westfalen. Er soll mit den Beteiligten eine angemessene architektonische Gebäudegestaltung des Komplexes auf der heutigen Brache von Peek&Cloppenburg an der Wilhelmstraße sicherstellen.

Entscheidend wird auch ein städtbaulicher Vertrag zwischen der Stadt Lüdenscheid und dem Investor sein. Dieser Vertrag soll verbindlich regeln, dass das Projekt innerhalb einer klaren Fristenregelung erfolgreich abwickelt wird. Außerdem soll in diesem Vertrag auch die Gestaltung des Komplexes klar festgelegt werden.



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Mit diesem Abkommen wollen Politik und Verwaltung sicherstellen, dass der Bau der Seniorenresidenz mit ihren bis zu 150 Wohnungen tatsächlich innerhalb einer bestimmten Zeit verwirklicht wird. Sie reagieren damit auf die negativen Erfahrungen mit dem ehemaligen Partner Peek&Cloppenburg. P&C hatte die Stadt jahrelang hingehalten, bis endlich klar war, dass der Modekonzern an diesem Standort nicht investieren würde. Im Falle der Nichterfüllung bzw. Abweichung von Vertragsinhalten sind Vertragsstrafen vorgesehen. Diesem Verfahren habe Terragon ausdrücklich zugestimmt, erläuterte Martin Bärwolf, Fachbereichsleiter Planen und Bauen, am Montag.

In der Sitzung wurde auf Anfrage von Ratsherr Norbrt Adam (CDU) klargestellt, dass es sich bei der Seniorenresidenz um eine Wohnanlage mit einer Tagespflegeeinrichtung und nicht um eine Einrichtung der stationären Altenpflege handeln wird.

Die 1994 in Berlin gegründete Terragon AG hat sich auf die Entwicklung hochwertiger Senioren- und Pflege-immobilien spezialisiert und betreibt mittlerweile mehr als 2.000 Wohneinheiten in insgesamt 21 betreuten Wohnanlagen und sechs Pflegeeinrichtungen. Das Unternehmen hat in diesem Segment bisher mehr als 400 Millionen Euro investiert und beabsichtigt, insbesondere in Mittelstädten weiter zu expandieren. Das Projekt Seniorenresidenz Wilhemsstraße soll, so Terragon, ein Referenzobjekt für ähnliche Vorhaben in zentralen Innenstadtlage werden.

Das vorliegende Konzept sieht im Bereich der Wilhelmstraße erdgeschossig vermietbare Gewerbeflächen vor, die kleinteilige und bedarfsgerechte Einzelhandelsläden ermöglichen sollen. Für das Gebäude Wilhelmstraße 10 ist ein Erhalt der attraktiven gründerzeitlichen Fassade aufgrund des derzeitigen baulichen Zustandes und der geplanten Geschosshöhen nicht möglich. Aus diesem Grund werden zurzeit zwei alternative Gestaltungsvorschläge geprüft. Eine Variante rekonstruiert die gründerzeitliche Fassade mit angepassten Höhen, eine weitere sieht eine moderne Gebäudegestaltung vor.

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