Das Foto zeigte einige Helferinnen aus dem Team der Grünen Damen sowie v.li. Dr. Magdalene Aniol, Direktorin der Abteilung für Akutgeriatrie und Frührehabilitation an der Stadtklinik Werdohl, Birgit Greitemann, Stationsleitung sowie Christine Lehnert, Pflegedienst- und Verwaltungsleitung an der Stadtklinik Werdohl. Foto:: Andrea Kleff

Werdohl/Lennetal. Sie hören zu, lesen vor, erledigen kleine Besorgungen, spenden Trost, Hoffnung und Zuversicht oder halten einfach nur mal die Hand: Die “Grünen Damen und Herren” der Stadtklinik Werdohl. Und in diesem Jahr tun sie das seit nunmehr 40 Jahren. 17 Ehrenamtliche sind es, die normalerweise montags bis freitags zwischen 8:00 und 11:00 Uhr mit ihrem namensgebenden grünen Kittel in der Klinik unterwegs sind. Jetzt, in Zeiten von Corona, ruht der Betrieb der Grünen Damen und Herren. “Da fehlt einem schon was”, sagt Marga Holst, Leiterin der Grünen Damen in Werdohl.

Der Dienst am Menschen, dem sich die 15 Grünen Damen und zwei Grüne Herren ehrenamtlich verschrieben haben, wird als echte Bereicherung empfunden. Normalerweise kümmern sie sich in enger Absprache mit dem Pflegepersonal um die Patienten der Klinik. Sie helfen bei kleinen Besorgungen und vermitteln bei Gesprächsbedarf mit Ärzten, Schwestern, Sozialarbeitern und Seelsorgern. Doch vor allem tun sie eins: Sie hören zu. Manchmal stundenlang. Auch wenn es um Themen geht, vor denen viele Menschen ihr Leben lang davonlaufen: Um Schmerz und Leid, um Todesangst und um das Sterben.

“Ein liebes Wort genügt oft schon”

“Man kann die Patienten gar nicht zählen, die wir in all den Jahren betreut haben”, sagt Marga Holst, für die der grüne Kittel nun schon seit sage und schreibe 37 Jahren zum Alltag gehört. “Sind wir im Dienst, schauen wir in jedem Zimmer vorbei und bieten unsere Hilfe oder ein Gespräch an”, erläutert die 71-Jährige aus der Praxis. Gerade ältere Menschen seien es, die das Angebot gerne in Anspruch nehmen. Nicht selten kommt es da vor, dass die Ehrenamtlichen die ganze Lebensgeschichte des Patienten erfahren oder auch einen Blick ins Familien-Fotoalbum werfen dürfen. “Häufig muss man gar nicht viel tun, allein dass jemand da ist, zuhört und ein liebes Wort hat, genügt oft schon.” Es sei überwältigend, was ihr die Patienten anvertrauten und wie dankbar sie seien. Jeder Besuch zeige ihr, wie wichtig und nützlich die Tätigkeit der “Grünen Damen und Herren” sei. “Und das motiviert mich, so lange es geht weiterzumachen”, sagt sie.

Wichtige Stütze fürs Krankenhaus

“Wir sind unsagbar froh und dankbar für das großartige Engagement unser Grünen Damen und Herren”, so Christine Lehnert, Verwaltungs- und Pflegedienstleitung der Stadtklinik Werdohl. “Sie sind sowohl für die Patienten als auch für uns als Krankenhaus eine wichtige Stütze und große Hilfe.” Um die Arbeit der “Grünen Damen und Herren” zu würdigen und ihr Jubiläum zu feiern, wäre eigentlich eine kleine Feier geplant gewesen. “Aufgrund der Pandemie ist das zurzeit natürlich undenkbar. Aber wir werden das auf jeden Fall nachholen, sobald das wieder möglich ist”, ist Christine Lehnert sich sicher.

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