Harry Haböck, Karl-Friedrich Junker, Stefan Jannings und Jörg Schönenberg bei der Schlüsselübergabe. Foto: Wolfgang Teipel

Schalksmühle. Der sechste Bus des Schalksmühler Bürgerbusvereins ist am Start. Mit dem nagelneuen VW-Crafter wird das Fahrerteam in den nächsten Jahren die Schallmauer von einer Million Kilometer knacken.

“Alles ist möglich dank unseres Fahrerteams und dank der Sponsoren“, sagte Vereinsvorsitzender Harry Haböck am Samstag bei der offiziellen Übergabe des Fahrzeugs durch MVG-Geschäftsführer Stefan Janning. Sie fand wegen des strömenden Regens und aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen im kleinen Kreis im Feuerwehrdomizil an der Volmestraße statt. Löschgruppenführer Dirk Hauck hatte die Halle kurzerhand für den neuen Wagen und die Gäste freigeräumt.

Verein 1988 gegründet

Girlandenschmuck bei der Übergabe. Foto: Wolfgang Teipel

Bürgermeister Jörg Schönenberg gratulierte dem Verein zum neuen Fahrzeug und wies auf die erfolgreiche Arbeit seit Gründung im April 1988 hin. Er nutzte die Gelegenheit aber auch, um auf Probleme hinzuweisen, mit denen nicht nur der Bürgerbusverein zu kämpfen hat. „Man darf das Ehrenamt nicht überfordern“, warnte der Rathaus-Chef. Die Auflagen, die die Freiwilligen bei ihrer Arbeit zu erfüllen hätten, würden immer komplizierter. Allerdings hatte er auch eine frohe Botschaft für den Verein: „Wenn die richtige Feier anlässlich der Fahrzeugübernahme ansteht, übernimmt die Gemeinde die Kosten.“

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Blick in den Fahrgastraum und in die Fahrerkabine. Fotos: Wolfgang Teipel

Bürgermeister gehört zum Fahrerteam

Das Versprechen wird der Bürgermeister einhalten, schließlich gehört er selbst zum Fahrerteam. Zudem brauchte die Gemeinde bislang nicht einen Cent beizusteuern, wenn ein neuer Bus angeschafft wurde. Das Land NRW hilft bei der Finanzierung mit einem Zuschuss von 65 Prozent zu den Anschaffungskosten. Die Finanzierungslücke schließt der Bürgerbusverein selbst mit Hilfe seiner Sponsoren.

„Die MVG und der Bürgerbusverein arbeiten gemeinsam an einer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe – sie schaffen Mobilität“, sagte MVG-Geschäftsführer Stefan Jannings am Samstag. Diese Mobilität sei Voraussetzung für Begegnung und Kommunikation. „Das ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält“, bekräftigte er.

Niederflurtechnik ermöglicht bequemen Einstieg

Der VW-Crafter verfügt über Niederflurtechnik, die den Fahrgästen einen bequemen Einstieg ermöglicht. Zusätzlich ist er mit einer Klimaanlage für den Fahrgastraum und das Cockpit ausgerüstet. Beim Einbau der Fahrzielanzeige, des Kassentischs, der Desinfektionsspender, des Defilibrators für Notfälle und anderen Ausstattungsdetails haben Mitglieder des Bürgerbusvereins tatkräftig mit angepackt.

Alle gefährlichen Stellen schon gemeistert

Der Crafter ist durch einen zusätzlichen Einbau exakt 96 Zentimeter länger als das Vorgängerfahrzeug. Deshalb hat das Fahrerteam eine spezielle Einweisung erhalten. „Alle haben auch die gefährlichen Stellen auf unseren Routen gemeistert“, sagte Fahrdienstleiter Karl-Friedrich Junker. Viele von ihnen habe bereits jede Menge Kilometer und Erfahrung auf dem Buckel. So haben die Freiwilligen bislang rund 890.000 Kilometer im Gemeindegebiet zurückgelegt und dabei etwa 270.000 Fahrgäste transportiert.

 

 

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