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Die Amtskette zeigt es: Sebastian Wagemeyer (hier mit Karin Hertes, der Alterspräsidentin des Rates) ist neuer Bürgermeister. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Sebastian Wagemeyer ist am Montag offiziell in sein Amt als Lüdenscheider Bürgermeister eingeführt worden. Karin Hertes nahm ihm als Alterspräsidentin bei der konstituierenden Sitzung des Rates im Kulturhaus den Amtseid ab. Wenig später legte sie ihm die Amtskette um.

Danach wurden Björn Weiß (CDU) und Dirk Franke (SPD) vor der ungewohnten Kulisse im Theatersaal des Kulturhauses zu stellvertretenden Bürgermeister gewählt. Diese Wahl war laut Vorlage „en bloc“ geplant. Im ersten Wahlgang gab es dann doch eine Überraschung. Vier der 43 Ratsvertreter stimmten gegen den Vorschlag, zwei stimmten mit Enthaltung. Im zweiten Wahlgang standen die beiden Kandidaten dann einzeln zur Wahl. Björn Weiß erhielt 26 Stimmen, Dirk Franke 15. Dieses Mal wurden auch zwei ungültige Stimmen abgegeben.

Ungewohnte Kulisse: Die konstituierende Sitzung des Rates fand im großen Theatersaal des Kulturhauses statt. Foto: Wolfgang Teipel

Einstimmig sprach sich der Rat für die Bildung von insgesamt 14 Ausschüssen aus.

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Inzwischen liegt Bürgermeister Sebastian Wagemeyer auch der Antrag auf Abwahl des Beigeordneten Thomas Ruschin vor. Wagemeyer erklärte, dass nach der Gemeindeordnung die Abwahl frühestens sechs Wochen nach Eingang des Antrags erfolgen dürfe. Diese Zeit müsse für rechtliche Prüfungen genutzt werden. Ruschin war in der Vergangenheit durch seine Amtsführung und den Wechsel zur AfD stark in die Kritik geraten.

Zudem gab der Rat mehrheitlich außerplanmäßige Mittel in Höhe von 140.000 Euro für den Einbau einer Klimaanlage in die obere Etage des Rathauses frei. Sie soll dem Arbeitsschutz vor allem an heißen Sommertagen dienen.

Zuvor hatte Otto Bodenheimer (Bündnis 90/Die Grünen) angeregt, dieses Geld doch für den Einbau von Lüftern in Lüdenscheider Schulen zu verwenden.

Bei einem entsprechenden Antrag könne darüber beraten werden, erklärte Bürgermeister Sebastian Wagemeyer. Auch in der Verwaltung werde bereits darüber gesprochen. Es sei aber nicht klar, welche Geräte angeschafft werden sollten. „Wir warten da auf eine klare Ansage der NRW-Landesregierung.“

 

 

 

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