Das Impfzentrum in der Historischen Schützenhalle Lüdenscheid
Im Impfzentrum des Märkischen Kreises in Lüdenscheid startet am kommenden Montag die Schutzimpfung der Generation 80plus. Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) Im Impfzentrum des Märkischen Kreises wird ab Montag, 8. Februar, die Generation 80plus geimpft. Am ersten Tag sind 264 Impfungen vorgesehen, mehr als 4.500 folgen dann noch bis Ende des Monats und viele weitere Tausend danach.

Nach erfolgreichen Probeläufen freut sich das Team des Impfzentrums auf den Start.
Die Hinweisschilder sind aufgestellt, die zwölf Impfkabinen längst eingerichtet: Die Historische Schützenhalle Loh in Lüdenscheid ist schon seit Wochen für einen historischen Einsatz startbereit. Hier, wo sonst zünftig Schützenfest, Jubiläen oder Hochzeiten gefeiert werden, wo Tagungen, Messen oder Konzerte stattfinden, wird vorübergehend ein neues Kapitel aufgeschlagen. Zum Schutz gegen das Corona-Virus werden in den nächsten Wochen und Monaten tausende Menschen aus dem Märkischen Kreis geimpft.

“Die Impfung ist ein enorm wichtiger Schritt in der gemeinsamen Anstrengung, der Pandemie endlich Einhalt zu gebieten”, sagt Landrat Marco Voge und ergänzt: “Das ist eine riesige Gemeinschaftsaufgabe. Dank der herausragenden Leistung ganz vieler Beteiligter können wir mit voller Überzeugung sagen: Wir haben unsere Hausaufgaben im Märkischen Kreis erledigt. Denn der Standort in Lüdenscheid ist in Rekordzeit auf die Beine gestellt worden. Dafür wurde gemeinsam an vielen verschiedenen Stellen Tag und Nacht gearbeitet.”

Jetzt geht die Arbeit weiter – unter anderem in der Koordinierungsleitung des Impfzentrums Märkischer Kreis. An dieser Schnittstelle werden die Bestellungen auf den Weg gebracht und die Impfungen anhand der vergebenen Termine durchgeführt. Auf die Reihenfolge der Impfungen hat der Kreis dagegen keinen Einfluss. Diese wird, ebenso wie die zu priorisierenden Personengruppen, in der Corona-Impfverordnung des Bundes festgelegt. Die Zuteilung der Impfdosen erfolgt durch das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ist nach wie vor für die Terminvergabe zuständig.

264 Impfungen ab 14 Uhr

Zum Impfstart am Montag werden 264 Impfungen in der Zeit zwischen 14 und 19.30 Uhr durchgeführt. Das heißt konkret: etwa alle fünf Minuten eine Impfung. Das macht jeweils zwölf Impfungen auf vier Impfstraßen verteilt auf 60 Minuten. In unzähligen Probedurchgängen sind die Abläufe im Impfzentrum immer wieder geübt worden.

Und die angemietete Immobilie an sich? “Absolut betriebsbereit”, sagt der Stellvertretende Kreisbrandmeister Karsten Runte, der an die Menschen im Märkischen Kreis appelliert: “Halten sie bitte Ihre Termine ein. Wir bitten eindringlich darum, nur mit vorhandenem Termin unser Impfzentrum aufzusuchen. Das ist ein wichtiger Beitrag, um einen reibungslosen Ablauf im Impfzentrum sicherzustellen.“

Hinweise vom Parken bis zum Check-Out

Was erwartet die Menschen, die ab Montag mit einem Impftermin zur Schützenhalle nach Lüdenscheid kommen? Hinweise vom Parken bis zum Check-Out:

  • Parken: Den großen Parkplatz vom Schützenplatz nutzen. Eine Begleitung für die Person, die geimpft wird, ist – nur, wenn dies aus gesundheitlichen Gründen erforderlich ist – erlaubt. Bitte an festes Schuhwerk denken.
  • Check-In: Im Zelt melden und sich ausweisen – entweder mit Personalausweis oder anderen Lichtbildausweisen (Führerschein, Reisepass, Krankenkassenkarte, Schwerbehindertenausweis, etc.).
  • Wichtig: Die Krankenkassenkarte ist auf jeden Fall mitzubringen.
  • Mitzubringen sind darüber hinaus, falls vorhanden, medizinische Unterlagen wie Diabetiker- oder Marcumarausweis sowie ggf. eine Medikamentenliste.
  • Information für Rollstuhlfahrer: Bitte zur Kontrolle der Personalien ebenfalls am Zelt melden und ausweisen. Eine Rampe ermöglicht anschließend den barrierefreien Zugang zum Impfzentrum.
  • Bei Fragen und Unklarheiten steht vor Ort ausreichend Personal mit Rat und Tat zur Seite.

Der Ablauf

  • Registrierung
  • Individuelle Aufklärung durch einen Arzt über gesundheitliche Fragen zur Corona-Schutzimpfung und Erhalt eines Aufklärungsmerkblattes sowie Einwilligungsbogens
  • Schutzimpfung durch geschultes Fachpersonal
  • Eine Nachbeobachtung für ca. 15 min. erfolgt in einem gesonderten Bereich unter medizinischer Aufsicht.
  • Check-Out: Die erste von zwei Schutzimpfungen ist erfolgt. Sofern vorhanden, wird sie in dem Impfausweis eingetragen. “Auf Wunsch gibt es auch einen neuen Impfausweis”, erklärt Dr. Gregor Schmitz, ärztlicher Leiter des Impfzentrums im Märkischen Kreis. Die Vorlage des Impfausweises ist keine zwingende Voraussetzung für die Covid-19-Schutzimpfung. Alle Geimpften erhalten eine Impfbescheinigung, die unbedingt zum zweiten Impftermin wieder mitgebracht werden muss. Nach der Zweitimpfung wird sie vervollständigt.
  • Auch beim Check-Out wird die Krankenkassenkarte benötigt.

Wichtig!

  • Vor und im Impfzentrum herrscht Maskenpflicht (medizinische Masken oder FFP-Masken nach aktueller Corona-Schutzverordnung)!
  • Im Impfzentrum gilt Rauchverbot. Ebenso untersagt ist der Verzehr von Speisen, die Benutzung eines Handys und ausdrücklich auch das Fotografieren und Filmen!

Was tun, wenn man sich krank fühlt oder krank ist?

Dr. Gregor Schmitz: “Der Hauptgrund, nicht geimpft zu werden (Kontraindiktion), ist eine akute fieberhafte Erkrankung. Personen, die bereits zu Hause wissen, dass eine solche Erkrankung bei ihnen vorliegt, sollten nicht zum Impfzentrum kommen. Vor Betreten des Impfzentrums wird bei jedem die Temperatur gemessen. Liegt sie über 38,5 Grad, wird die Person beim Einlass abgewiesen und muss sich einen neuen Termin geben lassen. Dies kann nicht im Impfzentrum geschehen, sondern muss wieder telefonisch (0800 116 117 02) oder online (116117.de) erfolgen.”

Ein Meilenstein

Abschließend bittet Dr. Schmitz, Ruhe zu bewahren und Vertrauen in das Fachpersonal vor Ort zu haben. “Die Schutzimpfung gegen das Coronavirus ist ein Meilenstein. In den Altenpflegeeinrichtungen bei uns im Märkischen Kreis sind die mobilen Teams der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit offenen Armen und viel Dankbarkeit empfangen worden. Das war und ist großartig. Ich wünsche mir, dass die Schutzimpfungen im Impfzentrum ebenso ruhig und in freundlicher Atmosphäre ablaufen.”

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