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Die Vertreter von elf Krankenhäusern freuten sich über die Urkunden nach der Folgezertifizierung. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Plettenberg/Märkischer Kreis. Die Vertreter von elf Krankenhäusern, darunter das Krankenhaus Plettenberg, und 27 Senioreneinrichtungen erhielten im Lüdenscheider Kreishaus ihre Zertifizierungsurkunden. Sie beteiligen sich intensiv am Kampf gegen multiresistente Keime. Alle überprüften Häuser haben die strengen Kriterien erfüllt.

75 Vertreter von elf Krankenhäusern und 27 Senioreneinrichtungen trafen sich im Sitzungssaal des Lüdenscheider Kreishauses. Sie konnten aus der Hand von Landrat Thomas Gemke ihre MRSA- bzw. MRE-Zertifizierungsurkunden entgegennehmen. Die Abkürzungen “MRSA” bzw. “MRE” stehen für multiresistente Keime, die in Krankenhäusern und Einrichtungen zunehmend ein Problem werden, weil sie gegen Antibiotika Resistenzen entwickelt haben.

MRE-net MK besteht seit 2006

Landrat Thomas Gemke erinnerte daran, dass bereits im Jahr 2006 das “MRE-net MK” gegründet worden war. Unter der Moderation des Fachdienstes Gesundheitsschutz und Umweltmedizin wurden seither Standards zur Verhinderung der Ausbreitung resistenter Erreger erarbeitet. Das “MRE-net MK” ist ein regionales Netzwerk zum Schutz der Bevölkerung im Märkischen Kreis vor Infektionen mit MRE. Durch Austausch von Wissen und Know-how sowie insbesondere durch die enge Zusammenarbeit aller Akteure des Gesundheitswesens soll dieses Netzwerk zur Verbesserung der Umsetzung von MRE-Präventions- und Kontrollmaßnahmen im Kreis beitragen.

27 Senioreneinrichtungen wurden zum ersten Mal zertifiziert, auch deren Vertreter erhielten Urkunden. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Gemke: “2014 habe ich erstmalig die Zertifizierung von zwölf Akutkrankenhäusern im Märkischen Kreis vorgenommen. Elf von ihnen haben sich mit erfolgreichem Ergebnis den erhöhten Anforderungen der Folgezertifizierung gestellt.” Darüber hinaus haben sich von 60 Senioren- und Pflegeeinrichtungen aktuell 27 erstmalig einer Zertifizierung gestellt. “Bereits jetzt liegen uns weitere Interessensbekundungen von Einrichtungen im Märkischen Kreis vor”, freute sich Landrat Thomas Gemke über das nicht nachlassende Interesse.

Alle Häuser, die sich der Zertifizierung gestellt haben, wurden eingehend von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachdienstes Gesundheitsschutz und Umweltmedizin geprüft. Die Hygienefachkräfte der Häuser mussten aufwendig nachweisen, dass alle Anstrengungen unternommen werden, die Verbreitung MRSA bzw. MRE zu vermeiden. Zudem wurde jede Einrichtung besucht und die Abläufe vor Ort überprüft. Gemke: “Das erfreuliche Ergebnis: Alle Häuser haben die strengen Zertifizierungskriterien erfüllt.”

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