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Die Schülerinnen und Schülern sagten mit Musik und Tanz "Danke". Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Das war ein Vormittag so richtig nach dem Geschmack der Schülerinnen und Schüler der Schule an der Höh. Mit einer großen Danke-Show bedankten sie sich bei Förderern und Sponsoren, die der Schule die Entwicklung eines Logos und eines Booklets ermöglicht haben, in dem sich die Schule auf besondere Weise präsentiert. Der Titel lautet „Darum!“ Er ist die Antwort auf die Frage: „Warum sollte ich mein Kind auf die Schule an der Höh schicken?“

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Schüler, Lehrkräfte, Eltern, Therapeuten und andere beantworten die Frage mit eindrucksvollen Statements, unterlegt von faszinierenden Porträts. Logo und Booklet sind das eindrucksvolle Ergebnis einer Gemeinschaftsarbeit, eines Entwicklungsprozesses, mit dem sich die Förderschule an der Bonhoefferstraße zukunftsfest macht.

Förderschwerpunkt “Geistige Entwicklung”

Schule an der Höh
Schulleiter Jürgen Rittinghaus schilderte die Geschichte der Zukunftswerkstatt und präsentierte die Ergebnisse. Foto: Wolfgang Teipel

Die Schule an der Höh ist eine Förderschule in der Trägerschaft des Märkischen Kreises, in der etwa 250 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung unterrichtet werden. Besucher der Schule an der Lüdenscheider Bonhoefferstraße erleben diese als einen lebendigen Ort des Lernens und Lebens, an dem nicht die Defizite der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt stehen, sondern deren individuelle Möglichkeiten. Die Identifikation mit der Schule ist bei Schülern, Eltern und Lehrern außerordentlich groß. Öffentlich wird die Einrichtung, die seit mehr als vier Jahrzehnten besteht, aber kaum wahrgenommen.



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Zukunftswerkstatt 2013

Bei einer sogenannten Zukunftswerkstatt an einem Wochenende 2013 unter dem Titel „Schule an der Höh in Zeiten der Inklusion“ fassten die Beteiligten den Beschluss, dies zu ändern, und machten sich auf den Weg, die Öffentlichkeitsarbeit der Schule systematisch in Angriff zu nehmen.

Als echter Glücksfall erwies es sich, dass die Schule bei diesem Vorhaben professionelle Unterstützung erhielt. Die Lüdenscheider Werbeagentur David & Goliath entwickelte unentgeltlich ein Konzept und begleitete mehrere Jahre lang den Prozess der Profilbildung. Ein Teil dieses Prozesses war die Entwicklung eines Schul-Logos. Er begann im April 2016 mit einem Workshop, an dem die gesamte Schule beteiligt war.

Riesiges Kreativ-Team

Alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeiter und viele Eltern bildeten dabei das größte Kreativ-Team Lüdenscheids. Im Stationsverfahren entstanden kreisförmige Zeichnungen in einem genau festgelegten Durchmesser, mal mit besonderen grafischen Vorgaben wie Punkten oder Linien oder aber zu Musik, mit verbundenen Augen, mit Handführung oder Schablonen. Aus Hunderten von Entwürfen wählte David & Goliath einige für das zukünftige Logo aus: nicht ein Logo also – sondern eine Vielzahl ähnlicher und sich wandelnder Logos mit einem hohen Wiedererkennungswert als Ausdruck der Vielfalt und Heterogenität der Schule an der Höh.

Logos auf den beiden Bussen

Rechtzeitig für die Werbung für das nur alle fünf Jahre stattfindende Schulfest im Oktober 2016 standen diese zur Verfügung, prangten auf Plakaten und T-Shirts und grüßten die Besucher einer riesigen LED-Wand. Inzwischen sind auch die beiden schuleigenen Busse und die Fensterfront der Schule mit verschiedenen Varianten des Logos bedruckt.

Sie alle unterstützen die Schule auf besondere Art und Weise. Foto: Wolfgang Teipel

Über die Erstellung des dynamischen Logos hinaus, das in dieser Form ziemlich einmalig sein dürfte, entwickelte David & Goliath weitere kreative Vorschläge. Weil bei der Wahl einer Bildungseinrichtung für die eigenen Kinder nichts wirksamer sei als die Empfehlung anderer, die ihre Kinder dort gut aufgehoben sehen, entstand die Idee eines ‚Booklets‘. Dutzende von Fürsprechern wurden für das Büchlein vom Lüdenscheider Fotografen Steffen ‚Steve‘ Schulte-Lippern, der ebenfalls auf sein Honorar verzichtete, in ausdruckstarken Schwarzweiß-Fotos porträtiert. Darunter neben Eltern, Kooperationspartnern, Mitarbeitern und Ehemaligen der Schule auch viele Schülerinnen und Schüler. Sie alle zeigen buchstäblich Gesicht für die Schule an der Höh, einige erklären in knappen Worten, was genau sie an der Schule schätzen und warum sie sie empfehlen.

Booklet wird an vielen Stellen ausliegen

Eins der Logos. Foto: Wolfgang Teipel

Das Booklet wurde bei der Feier unter dem Motto  ‚Wir sagen Danke‘ am Freitag vorgestellt. Der Dank der Schule gilt neben der Agentur David & Goliath, dem Fotografen Steffen Schulte-Lippern, Folienkonzepte Weber und der Lüdenscheider Druckerei Seltmann ganz besonders dem Förderverein der Schule, der es ermöglichte, das Booklet in hoher Qualität und großer Auflage drucken zu lassen.

Es soll zukünftig beispielsweise in Frühförder- und Beratungseinrichtungen ausliegen, bei Kinderärzten und Jugendämtern und in ansprechender Weise auf die Schule an der Höh und ihre Angebote hinweisen.

Schulleiter Jürgen Rittinghaus kitzelte in einem Frage-und-Antwort-Spiel aus den Schülerinnen und Schülern heraus, welche Ziele der Zukunftskonferenz bis heute in die Tat umgesetzt worden sind. Dazu zählen beispielsweise die Anschaffung eines zweiten Busses oder die Einstellung eines weiteren Schulsozialarbeiters. An anderen Zielen müsse noch gearbeitet werden, räumte der Schulleiter ein.

Ein Wohlfühlort

Eins hat die Schule an der Höh aber bereits vor vielen Jahren geschafft. Sie ist für allen Kinder und Jugendlichen sowie die Mitarbeiter ein Wohlfühlort. Dafür steht ein klares Bekenntnis von Schüler Jan-Luca Roß. „Ich komme gern wegen Sport, Schwimmen, Rechnen und Lesen“, sagt er. Und so, wie er dabei in die Kamera von Steffen Schulte-Lippern lächelt, bestehen dran auch keinerlei Zweifel.

 

 

 

 

 

 

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