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Auch Sven Schneider (links) und Uwe Baumann (hier in dem Stück "Der Vorname") sind als Geschworene mit von der Partie. Foto: Wolfgang Teipel

Schalksmühle. Schon lange war es der Wunsch der Theaterwerkstatt Schalksmühle, einmal das erfolgreiche Kammerspiel „Die 12 Geschworenen“ von Reginald Rose aufzuführen. Noch gemeinsam mit der verstorbenen Ingrid Kämper haben die Ensemblemitglieder ihr neues Stück ausgewählt. Leider kann die langjährige Regisseurin der Theaterwerkstatt die Umsetzung nicht mehr miterleben. Eingesprungen für die Regiearbeit ist Reinhard Meyer, ehemaliger Regisseur der CVJM-Bühnenmäuse. Meyer steht nun einmalig für dieses Projekt zur Verfügung. Mehr schafft er zeitlich nicht.

Die Premiere von „Die 12 Geschworenen“ findet am Samstag, 20 Februar, um 18 Uhr im Forum der Grundschule Spormecke statt. Weitere Vorstellungen: Sonntag, 21. Februar, 17 Uhr, Forum GS Spormecke und Samstag, 28. Februar, 17 Uhr, Forum GS Spormecke.

Neue Gesichter auf und hinter der Bühne

Die Rollen sind verteilt und die Proben sind in vollem Gange. Neben den seit vielen Jahren bekannten Darstellern gibt es auch in diesem Jahr wieder das ein oder andere neue Gesicht auf und auch hinter der Bühne. Bereits der Titel des Stückes sagt, dass viele Rollen zu besetzten sind. Die Geschworenen Nr. 1 – 12 spielen: Felicitas von Biedersee, Michael Lynker, Sven Schneider, Hendrik vom Heede, Jan-Arne Heyrock, Carsten Schmidt, Uwe Baumann, Claudia Baumann, Dietmar Wilde, Simone Thewes, Andreas Stach, Michaela Half-Dicke. Markus Schwarz fungiert als Gerichtsdiener.



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Vorurteile und Rassismus

Vorurteile und Rassismus behandelt Reginald Rose in seinem Stück, das heute so aktuell ist, wie bei der Uraufführung des Filmklassikers von fast 60 Jahren. Zwölf Geschworene sollen über das Schicksal eines neunzehnjährigen Jungen entscheiden, der des Mordes bezichtigt wird. „Schuldig“ oder „nicht schuldig“, das Urteil muss einstimmig ausfallen, so verlangt es das Rechtssystem.

Spannungsgeladener und wortreicher Kampf

Für die meisten Geschworenen scheint der Fall eindeutig. Hinzu kommt, dass sich niemand länger als nötig in dem Geschworenenzimmer aufhalten möchte. Es ist heiß und am Abend lockt ein Baseballspiel. So kommt es, dass nahezu einstimmig für „schuldig“ gestimmt wird. Lediglich einer der zwölf Geschworenen will nicht vorschnell urteilen und stimmt für „nicht schuldig“. Nicht weil er von der Unschuld des Jungen fest überzeugt ist, sondern weil er nicht ohne nochmaligem Gedankenaustausch den Jungen in den Tod schicken möchte.

Ein erbitterter und spannungsgeladener wortreicher Kampf zwischen den Laienrichtern beginnt. Die anfängliche Selbstsicherheit der Geschworenen beginnt zu bröckeln, psychische Belastungen und Vorurteile kommen zum Vorschein, die alles andere als eine objektive Betrachtung des Falles ermöglichen. Für die Laiendarsteller der Theaterwerkstatt ist die Umsetzung eine Herausforderung, der sie sich mit Begeisterung und Spielfreude stellen. Die Zuschauer dürfen auf das Ergebnis gespannt sein.

Eintrittskarten gibt es im Rathaus (Bürgerbüro). Vorbestellungen sind möglich unter der Telefonnummer 0 23 55/840. Der Eintritt kostet 12,00 € (ermäßigt 9,00/6,00 €).

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