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Dr. Arnhild Scholten, Stefan Rehbein, Rolf Kürby und Renate Zierach vor dem Haus Sauerfelder Straße 22. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Fast eine Lebensaufgabe: Als Stefan Rehbein und seine Frau 2009 das Haus Sauerfelder Straße 22 kauften, war ihnen klar, was auf sie zu kommt. Jede Menge Arbeit nämlich. „Wir sind noch immer nicht fertig“ sagt Stefan Rehbein. Aber die bisherige Arbeit hat sich schon gelohnt. Am Freitag verlieh der Geschichts- und Heimatverein den Eheleuten eine Urkunde nebst Plakette für einen vorbildlichen Beitrag zur schönen Stadt.

Vorsitzende Dr. Arnhild Scholten zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Rehbeins, die das 1904 erbaute Haus des Sanitätsrats Dr. med. Wilhelm Meese mit viel Liebe in ihre Obhut genommen haben. „Ich fühle mich sehr stark mit dem Gebäude verbunden“, sagt Stefan Rehbein. Kein Wunder. Schließlich ist er hier aufgewachsen. „Wir sind wegen des Hauses wieder nach Lüdenscheid gekommen“, ergänzt seine Frau.

Grüne Oase hinter dem Gebäude

Hinterm Haus liegt eine grüne Oase, die man nicht vermutet, wenn man die Sauerfelder Straße nur im Vorbeifahren wahrnimmt. Im Innern beeindrucken die aufgearbeiteten alten Türen, die Treppe mit dem Holzgeländer und die Mosaikfliesen auf dem Boden. Die Fliesen waren früher unter Teppich- und PVC-Böden verborgen. Stefan Rehbein und seine Frau haben sie wieder freigelegt und auch andere Bausünden der 1950er und 1960er Jahre in der ehemaligen Arztpraxis beseitigt. Sie bewohnen das Haus selbst. Im Erdgeschoss befindet sich zudem eine Praxis für Physiotherapie.



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Dieses Buntglasfenster prangt über dem Hauseingang. Foto: Wolfgang Teipel

Historische Details sorgsam bewahrt

„Bei der Renovierung ist es den Eigentümern durch eine sorgsame Erhaltung der noch vorhandenen historischen Details gelungen, nicht nur den Charakter des Gebäudes zu bewahren, sondern auch die stadtbildprägende Bedeutung des Gebäudes an der Ecke Sauerfelder Straße/Gartenstraße zu betonen“, heißt es im Urkundentext. Und weiter: „Der Geschichts- und Heimatverein dankt den Eheleuten Rehbein für den behutsamen Umgang mit dem von ihnen genutzten Gebäude und für den geleisteten Beitrag zur Identität unserer Stadt.“

 

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