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Hagen. (ots) Am Mittwochnachmittag erhielten gleich fünf Hagenerinnen im Alter zwischen 69 und 92 Jahren Anrufe von Betrügern. In vier Fällen wurde jeweils behauptet, dass Familienangehörige der Frauen im Krankenhaus liegen und sich in einem ernsten oder gar lebensbedrohlichen Zustand befinden. Es sei eine teure medizinische Behandlung erforderlich, für die die Zahlung eines hohen Geldbetrags unabdingbar sei. In drei Fällen sollte ein Medikament gekauft werden.

Laut polizeibericht scheiterten die Betrugsversuche  – zwei Frauen wurden bei den geschilderten Geschichten misstrauisch. In den anderen beiden Fällen verhinderten Taxifahrer, dass die Seniorinnen die Anweisungen der Trickbetrüger befolgten. Einem aufmerksamen 58-Jährigen, der eine 87-Jährige zur Bank fahren sollte, kam die von ihr geschilderte Geschichte verdächtig vor. Er rief zusammen mit einem Bankmitarbeiter die Polizei hinzu.

Eine 91-Jährige erhielt zudem einen Anruf, dass ihr Sohn einen schweren Unfall verursacht habe, bei dem ein Kind ums Leben gekommen sei. Der Anrufer gab an, dass ihr Sohn nur gegen Zahlung einer Kaution freikomme. Die Seniorin verständigte ebenfalls die Polizei und ging nicht auf die Forderungen ein. Die Kriminalpolizei ermittelt in allen fünf Fällen wegen Trickbetrugs.

Die Polizei Hagen warnt davor, sich auf solche oder ähnliche Geldforderung am Telefon einzulassen. Häufig setzen Anrufer ihr Opfer unter Druck und erzählen, dass ein Familienmitglied von einem schrecklichen Ereignis betroffenen ist. Die Polizei empfiehlt: “Beenden Sie das Telefonat und rufen Sie ihre Verwandten unter den Ihnen bekannten Telefonnummern an. Verständigen Sie die Polizei über den Notruf 110. Klären Sie insbesondere ältere Mitmenschen über die gemeine Masche der Betrüger auf.” (arn)

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