Breitbandausbau
Auf dem Bild (von links): Michael Joithe (Bürgermeister Iserlohn), Uwe Ziemann-Breuninger (Breitbandverantwortlicher Stadt Iserlohn), Andreas Griehl (Geschäftsführer Telemark), Stefan Döbbe (Projektleiter Telemark), Thomas Hoheisel (Gigabitkoordinator / Mobilfunkkoordinator MK), Matthias Pohl (Gigabitkoordinator / Mobilfunkkoordinator MK) und Landrat Marco Voge. Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. In Iserlohn und Menden sind die Ausbauarbeiten für schnelles Internet im Bundesförderprogramm „3. Call“ abgeschlossen.

Ausbauarbeiten für Förderprogramm „3. Call“ abgeschlossen

Im Märkischen Kreis besteht großes Interesse am Glasfaserausbau in den Wohngebieten (Bundesförderprogramm „3. Call“). Die Rückmeldequoten in den Kommunen, in denen die Eigentümer bezüglich eines vollständig geförderten Glasfaseranschlusses kontaktiert worden sind, sind sehr gut und liegen durchschnittlich bei rund 92 Prozent. Sehr viele Rückmeldungen gibt es zum Beispiel in Schalksmühle (95,5 Prozent), Balve (94,6 Prozent), Meinerzhagen (94,3 Prozent) und Kierspe (93,9 Prozent). In Iserlohn und Menden liegen die Rückmeldequoten bei 80,1 Prozent bzw. 67,2 Prozent.

„Das zeigt, dass das mit insgesamt 60,45 Millionen Euro geförderte Projekt von den Bürgerinnen und Bürgern außerordentlich gut angenommen wird. Die Fördermittel kommen so ganz konkret bei den Menschen an“, sagt Landrat Marco Voge. Matthias Pohl, Gigabitkoordinator des Kreises, ergänzt: „Aktuell sind kreisweit mehr als 4.750 Anschlüsse buchbar.“ In Nachrodt-Wiblingwerde und in vielen Ortsteilen von Altena, Halver, Neuenrade und Schalksmühle ist der Ausbau bereits abgeschlossen. In Iserlohn und Menden ist der geförderte Ausbau im „3. Call“ der Bundesförderung mit 1.032 gebauten Hausanschlüssen nun ebenfalls komplett abgeschlossen.

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Förderprojekte vom Land und Bund

Beim Breitbandausbau profitiert der Märkische Kreis von diversen Förderprojekten des Bundes sowie des Landes NRW. In Iserlohn und Menden befinden sich rund 1.500 Adressen im Ausbaugebiet des „3. Calls“. Das neue Netz ermöglicht Bandbreiten bis zu 1.000 Mbit/s (1 Gigabit pro Sekunde). „Es ist so leistungsstark, dass Arbeiten und Lernen von Zuhause aus, Video-Konferenzen, Surfen und Streamen gleichzeitig möglich sind“, berichtet Matthias Pohl.

Die Telemark hat in Menden und Iserlohn 1.032 Hausanschlüsse im geförderten Projekt erstellt und ein neues Glasfasernetz mit 51 Trassenkilometer gebaut. 900 Kunden surfen auch bereits über die neuen Glasfaserleitungen. Stefan Döbbe, Projektleiter der Telemark, und Matthias Pohl, Gigabitkoordinator des Märkischen Kreises, blicken zufrieden auf eine gelungene Projektumsetzung zurück. Gerade im ländlichen Raum bieten sich für die Glasfaserverlegung alternative Verlege-Methoden an. Etwa 15 Kilometer der Glasfasertrassen wurden im Bohrspülverfahren, mit einem Kabelpflug oder einer Kabelfräse verlegt.

Wichtiger Standortfaktor

„Der Glasfaserausbau ist nicht nur die Basis dafür, dass die Menschen digital arbeiten können, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor. Im gesamten Märkischen Kreis kommen wir beim Breitbandausbau gut voran. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten im „3. Call“ in Iserlohn und Menden haben weitere 1.500 Adressen Zugriff auf das schnelle Internet. Das ist eine gute Nachricht. Auch bei weiteren Ausbauschritten und Förderprogrammen bleiben wir am Ball“, sagt Landrat Marco Voge. Im gesamten Märkischen Kreis werden im Rahmen des geförderten Projektes (Bundesförderung „3. Call“) ca. 24.000 Adressen mit rund 44.650 Haushalten an das schnelle Internet angeschlossen.

Bürgermeister Michael Joithe (Iserlohn) und Bürgermeister Roland Schröder (Menden) freuen sich ebenfalls über den Abschluss der Ausbauarbeiten des „3. Calls“: „Die Bürgerinnen und Bürger der ausgebauten Adressen können nun mit bis zu 1.000 Mbit/s im Internet surfen und digitale Angebote nutzen.“

Digitale Zukunft im ländlichen Raum

„Als „verbindendes Element“ sieht Telemark seine Aufgabe darin, Wohn- und Gewerbegebiete in der Region an das Glasfasernetz anzuschließen, um damit die Voraussetzung für die digitale Zukunft im ländlichen Raum zu schaffen“, berichtet Telemark-Geschäftsführer Andreas Griehl.

Generell wird der geförderte Glasfaserausbau (Bundesförderprogramm „3. Call“) zu 50 Prozent vom Bund, zu 40 Prozent vom Land und zu zehn Prozent mit Eigenanteilen der Kommunen finanziert. Kreis-Gigabitkoordinator Matthias Pohl: „Bei Kommunen, die sich in der Haushaltssicherung befinden, übernimmt das Land den Eigenanteil.“

Der Märkische Kreis weist darauf hin, dass das errichtete Glasfasernetz im „3. Call“ grundsätzlich diskriminierungsfrei auch von anderen Anbietern genutzt werden kann, um ihnen Produkte und Dienste anzubieten.

Weitere Informationen zu den Förderprojekten im Märkischen Kreis:
https://www.maerkischer-kreis.de/breitband.php

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