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uhlandstraße
Die CDU-Ratsfraktion machte sich ein Bild von der Verkehrssituation in der Uhlandstraße. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Anwohner*innen der Uhlandstraße, vor allem Auto fahrende, haben es satt: Wenn sie die Uhlandstraße in Richtung Königsstraße befahren, werden sie von ihnen begegnenden Fahrer*innen regelmäßig beschimpft. Diese sind oft der irrigen Überzeugung, es handele sich um eine Einbahnstraße. CDU-Ratsmitglieder und Stadtverwaltung überlegten am Montag (12.10.) vor Ort, ob und wie Abhilfe geschaffen werden kann.

Tatsache ist: Die Uhlandstraße war nie eine Einbahnstraße. Allerdings ist die Zufahrt von der Grünestraße nicht erlaubt. Dies und der relativ schmale Fahrbahnraum führen offenbar zu dem verbreiteten Irrglauben und macht die Uhlandstraße zur „Scheinbahnstraße“, wie CDU-Ratsmitglied Dirk Thomée es ausdrückte.

Von der Grünestraße darf nicht in die Uhlandstraße eingefahren werden. Dennoch ist sie keine Einbahnstraße. Foto: Bernhard Schlütter

Aus Sicht von Anwohner*innen würden einige einfache Maßnahmen die Situation verkehrstechnisch und zwischenmenschlich entspannen: Durchfahrverbot für Kfz über 7,5 Tonnen (nur Anlieger), an der Einmündung zur Grünestraße nur rechts Abbiegen erlauben, was die Uhlandstraße als Abkürzung zur Innenstadt unattraktiv machen würde, sowie die Ausweisung als Tempo-30-Zone.

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Stefanie Schade vom Ordnungsamt stellte fest, dass die Ausweisung als Einbahnstraße die einfachste Lösung wäre, allerdings für die Anwohner*innen einen Komfortverlust bedeuten würde. Auch die Option, einige der markierten Parkplätze an der Straße zu entfernen, um den Begegnungsverkehr zu erleichtern, dürfte die Anwohner*innen nicht erfreuen, weil auf den Grundstücken nicht genügend Parkplätze vorhanden sind.

Drei Unfälle in drei Jahren

Stefanie Schade begründete auch, warum die Stadt bisher keinen Handlungsbedarf sah: „In den vergangenen drei Jahren gab es hier drei Verkehrsunfälle, wobei es sich um Parkunfälle handelte, bei denen parkende Autos beschädigt wurden.“ Ein Anwohner berichtete dagegen von Beinah-Unfällen, die er täglich beobachte. Er wundere sich, dass bisher nichts Schlimmes passiert sei.

Die CDU-Ratsmitglieder erlebten am Montagabend, dass viele Kraftfahrzeuge vor allem aus Richtung Oestertal kommend die Uhlandstraße befuhren. Dies dürfte allerdings eine Folge der mit dem Ausbau des Grafwegs verbundenen Sperrung sein. Dennoch will die CDU-Fraktion sich am Thema Uhlandstraße dranbleiben.

Stefanie Schade und Nick Skrypek vom Bauamt kündigten an, dass in naher Zukunft Probemessungen von Geschwindigkeit und Fahrzeugfrequenz durchgeführt würden. Auf der Grundlage dieser Daten sollen mögliche Maßnahmen erörtert werden.

Die Uhlandstraße wird gerne als Abkürzung aus Richtung Oestertal zur Innenstadt genutzt. Foto: Bernhard Schlütter

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