Grafik: Agentur für Arbeit

Märkischer Kreis. Die Arbeitslosigkeit sinkt im November im Kreis erneut: Insgesamt waren 14.201 Männer und Frauen im Kreis arbeitslos, 85 weniger als im Monat zuvor und rund 16 Prozent weniger als im Vorjahr.

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im November 2021 gesunken. Insgesamt waren 14.201 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 85 Personen oder 0,6 Prozent weniger. Im Vergleich zum November des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 2.773 Personen bzw. 16,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im November 6,3 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,5 Prozent (-1,2 Prozentpunkte).

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischem Kreis im Berichtsmonat gesunken. 6.746 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,7 Prozent (5.983 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 103 Langzeitarbeitslose weniger. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 286 Personen.

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Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 4.555 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 10 Personen bzw. 0,2 Prozent verringert. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Verringerung um 2.064 Personen oder 31,2 Prozent.

Entwicklung in der Grundsicherung

Das Jobcenter Märkischer Kreis betreut aktuell in 15.237 Bedarfsgemeinschaften 20.636 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im November um weitere 75 auf 9.646 Personen und fällt um 709 Personen bzw. um 6,8 Prozent niedriger aus als vor einem Jahr. „Die Anzahl der Arbeitslosen liegt nunmehr wieder unter dem Vorkrisen-Niveau und verdeutlicht, dass auch der vom Jobcenter betreute Personenkreis von der Aufnahmefähigkeit des heimischen Arbeitsmarktes profitiert“, berichtet Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenters Märkischer Kreis.

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 1.078 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (+74 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 5.221 offene Stellen, 77 weniger als im Vormonat und 1.512 mehr als im Vorjahresmonat.

Kurzarbeit

Mit aktuellstem Datenstand für Oktober 2021 sind im Märkischen Kreis insgesamt 119 Anzeigen auf Kurzarbeit (alle Anspruchsgrundlagen) für rund 3.141 Personen eingegangen, das sind 62 Anzeigen mehr als im Monat zuvor.

Nun stehen der Agentur für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im Mai 2021 zur Verfügung. In dem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 40,0 Prozent. Im Mai 2021 haben im Märkischen Kreis insgesamt 1.484 Betriebe für 9.215 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Das waren 1.051 Kurzarbeiter/innen weniger als im Monat zuvor.

Werbung für Inklusion

„Besonderes Augenmerk wollen wir auf die Woche der Menschen mit Behinderung (29. November bis 3. Dezember) und den internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember legen und für mehr Inklusion, Chancengleichheit und Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben werben“, erklärt Sandra Pawlas, Chefin der Iserlohner Arbeitsagentur.

Im Märkischen Kreis stellt die Gruppe mit einem anerkannten Grad der Behinderung von mindestens 50 (= schwerbehinderte Menschen) einen Anteil von 11,4 Prozent an der Gesamtbevölkerung (NRW: 7,4 Prozent). Die Zahl der schwerbehinderten Beschäftigten stieg zuletzt landesweit an, im Märkischen Kreis gab es einen starken Zuwachs von 9,1 Prozent (Ist-Quote: 4,4 Prozent). Schwerbehinderte Arbeitskräfte werden hier von insgesamt 1.008 Arbeitgebern beschäftigt. Dabei beschäftigt das verarbeitende Gewerbe die meisten schwerbehinderten Menschen, gefolgt von der Öffentlichen Verwaltung sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen.

„Wir freuen uns, dass die Zahl der schwerbehinderten Arbeitskräfte gestiegen ist. Um die Beschäftigung (schwer-)behinderter Menschen noch weiter zu fördern, können wir mit einem vielfältigen Portfolio unterstützen: rehaspezifische Berufs- und Ausbildungsvorbereitungen, Weiterbildungen, Kraftfahrzeughilfen oder eine behinderungsgerechte Ausstattung der Arbeitsplätze. Unsere spezialisierten Beraterinnen und Berater stehen hier mit Rat und Tat zur Seite. Sprechen Sie uns jederzeit an!“

Sandra Pawlas Foto: Agentur für Arbeit Iserlohn

Vierte Corona-Welle sorgt für unsichere Aussichten

Sandra Pawlas fasst die Entwicklung am Arbeitsmarkt im November zusammen: „Im zweiten Monat in Folge sinkt die Arbeitslosigkeit im Kreis unter den Wert der Vor-Pandemiezeit. Das ist eine saisonuntypische, positive Entwicklung. Durch zum Teil anhaltende Probleme in Lieferketten im verarbeitenden Gewerbe haben bereits wieder mehr Arbeitgeber Kurzarbeit angezeigt. Was davon tatsächlich realisiert wird, lässt sich erst in ein paar Monaten sagen. Durch die Erfahrungen der letzten Monate haben viele Arbeitgeber erkannt, dass Kurzarbeit stabilisiert und unterstützt, so dass von Entlassungen abgesehen werden kann. Daher begrüßen wir die Verlängerung der Sonderregelungen für Kurzarbeitergeld. Wir blicken aber verhalten optimistisch auf die Entwicklung der nächsten Monate, denn aktuell kann niemand seriös einschätzen, welche Auswirkungen die vierte Welle der Pandemie haben wird.“

Quelle: Agentur für Arbeit Iserlohn

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