IGM-Bezirkslöeiter Knut Giesler: "Wer sich dauerhaft verweigert, mit den deutschen Mitbestimmungsgremien zu reden, der wird Ärger mit der IG Metall kriegen."

Plettenberg. Die IG Metall hat beim „Runden Tisch“ zum geplanten Personalabbau beim Plettenberger Unternehmen DURA harte Kritik an der Chefetage geübt. Die Gewerkschaft fordert die Unternehmensführung auf, die gesetzlich garantierten Informations- und Mitbestimmungsrechte der betrieblichen Gremien zu achten. Gleichzeitig wurde am Dienstag, 19. Januar, eine „Plettenberger Erklärung“ als erstes Positionspapier verabschiedet.

Erste Pläne diskutiert

Am „Runden Tisch“ beteiligten sich Abgeordnete aus Land- und Bundestag, die Bürgermeister aus Plettenberg und Kirchhundem, Vertreter des Landes-Wirtschaftsministeriums, der betroffenen Betriebsräte und der IG Metall. Sie erörterten die aktuelle Lage und diskutierten erste Pläne.

Für IGM-Bezirksleiter Knut Giesler ist klar: “Wer sich dauerhaft verweigert, mit den deutschen Mitbestimmungsgremien zu reden, der wird Ärger mit der IG Metall kriegen.”
https://www.facebook.com/igm.mk/videos/vb.1637036556567475/1655596828044781/?type=2&theater#

Dank für die Unterstützung

Die IG Metall bedankt sich für die wohltuende Unterstützung seitens der anwesenden Akteure. Bereits am Montag kamen die Abgeordneten Dagmar Freitag, Christel Voßbeck-Kayser und Thorsten Schick zu einem Gespräch mit Betriebsräten und IG Metall nach Plettenberg.

Hier der Wortlaut der Plettenberger Erklärung:

  1. Die deutsche Betriebsverfassung ist ein hohes Gut. Die Mitbestimmung durch betriebliche Arbeitnehmergremien ist ein wesentlicher Bestandteil des deutschen Wirtschaftsmodells. Die Unternehmensführung wird aufgefordert, die gesetzlich garantierten Informations- und Mitbestimmungsrechte der betrieblichen Gremien zu achten.

Keine Klarheit über weiteres Vorgehen der Unternehmensführung

  1. Seit der kurzfristig anberaumten Ankündigung des Personalabbaus bei DURA im Sauerland im November sind nunmehr zwei Monate verstrichen. Seitdem sind von Seiten der Unternehmensleitung keinerlei Anstrengungen unternommen worden, hier weitere Klarheit bezüglich der weiteren Vorgehensweise zu schaffen. Die Unternehmensleitung wird aufgefordert, zügig über die weiteren Schritte zu informieren, damit auf Grundlage dieser Informationen in Verhandlungen eingetreten werden kann.

Setzen auf die Kultur des Dialogs

  1. Es bleibt erklärtes Ziel, viele Arbeitsplätze bei DURA zu erhalten. Der erste „Runde Tisch“ vom 19. Januar hat verschiedene Akteure zusammengebracht, die bei der Begleitung der weiteren Schritte eine Rolle spielen können. Wir setzen weiterhin auf die Kultur des Dialogs. Deswegen halten wir an unserem Gesprächsangebot gegenüber der Unternehmensleitung fest.

 

Die DURA-Unternehmensleitung hatte im November einen drastischen Stellenabbau angekündigt. Das US-Unternehmen will 850 Mitarbeiter entlassen. Der bislang größte Arbeitgeber der Stadt schrumpft nach diesen Plänen zu einem Betrieb mit gerade einmal 450 Mitarbeitern.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here