Polizei
Symbolfoto: Fotolia.com © Picture-Factory

Hagen. Über mehrere Stunden musste sich die Polizei am Montagabend (1. Februar) mit drei minderjährigen Ladendieben befassen. Als sie schließlich kurz nach Mitternacht in die Obhut des Jugendamtes übergeben wurden, hatten sich noch keine Erziehungsberechtigten nach ihnen erkundigt.

Gruppe fiel Sicherheitsdienst auf

Wie die Polizei in ihrem Presseportal schildert, hätte gegen 19 Uhr eine Gruppe von sechs rumänischen Kindern und Jugendlichen ein Bekleidungsgeschäft am Friedrich-Ebert-Platz betreten. Wenige Minuten später beobachtete dann der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, wie sich die Gruppe trennte:

Etiketten entfernt, Kleidung beschädigt

„Die offensichtlich Jüngsten aus der Gruppe im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren nahmen 14 Bekleidungsstücke aus den Auslagen und begaben sich gemeinsam in eine Umkleidekabine. Dort entfernten sie die elektronischen Sicherungsetiketten und beschädigten dabei zahlreiche Bekleidungsstücke. Im Anschluss verließen die Kinder die Umkleidekabine mit dem Diebesgut im Gesamtwert von rund 300 Euro in ihren Händen.“

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Widersprüchliche Aussagen

Durch den Mitarbeiter der Sicherheitsfirma wurden sie noch vor dem Verlassen des Geschäftes angesprochen und in ein Büro gebeten. Da die Kinder keinerlei Personalpapiere mit sich führten, wurde eine Polizeistreife hinzugezogen. Zwei der jungen Diebe signalisierten, kein deutsch sprechen zu können, bzw. machten widersprüchliche Angaben zu ihrer Identität. Daher wurden sie zu einer Polizeiwache gebracht.

Nach Mitternacht in Jugendamts-Obhut

Dort waren Beamte der Kriminalpolizei über mehrere Stunden damit beschäftigt, die Identität zu klären. Letztlich wurden die drei Kinder gegen 0.10 Uhr an das Hagener Jugendamt übergeben.

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