Der Rettungsdienst der Feuerwehr rückte aus, um Verletzte nach Rodelunfällen zu versorgen.

Plettenberg. (ots) Turbulenter Tag für die Plettenberger Feuer- und Rettungswache: Startete die Samstagsschicht (13. Februar 2021) für die Wachhabenden noch verhältnismäßig ruhig, so änderte sich dies schlagartig gegen 11 Uhr. Beide Rettungswagen und auch das Notarzteinsatzfahrzeug fuhren zeitgleich zu mehreren Notfalleinsätzen.

Nur kurze Zeit später wurde der Kreisleitstelle in Lüdenscheid eine bewusstlose Person im Ortsteil Oesterau gemeldet. Die Leitstelle alarmierte daraufhin das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) der hauptamtlichen Wache als First Responder. Das Fahrzeug ist dauerhaft mit vier hauptberuflichen Feuerwehrkräften besetzt, die zusätzlich über eine Rettungsdienstausbildung verfügen. Bis zum Eintreffen des nächstgelegenen Rettungswagens und einem Notarzt, zum Beispiel aus einer Nachbarstadt, übernimmt die Löschfahrzeugbesatzung die Versorgung des kritischen Patienten – so auch in der Oester.

Gegen 14 Uhr gab es einen erneuten Einsatz im Ortsteil Oesterau; Rettungswagen und Notarzt rückten aus. Am dortigen Modellflugplatz sei es auf einem Schlittenhang zu einem chirurgischen Notfall gekommen, lautete die Meldung der Leitstelle. Noch während der notärztlichen Behandlung wurden die Mannschaften des HLF und der Drehleiter (DLK) zur Tragehilfe nachgefordert. Auf dem Leiterfahrzeug ist eine sogenannte Schleifkorbtrage verlastet; diese dient zum Transport von Verletzten aus unwegsamen Gelände. Noch bevor die Besatzungen des Hilfeleistungslöschfahrzeuges und der Drehleiter an der Einsatzstelle eintrafen, meldete der Fahrer des Notarzteinsatzfahrzeuges, dass der Patient bereits mit Hilfe eines Schlittens schonend zum Rettungswagen verbracht worden war.

Während die Brandschutzbesatzung wieder zur Wache einrückte, kamen die Besatzungen der Rettungswagen am frühen Nachmittag nicht zur Ruhe und unterstützen teilweise noch in der Nachbargemeinde Herscheid bei einem chirurgischen Notfall.

Per Handyortung zum Einsatzort

Um 17.02 Uhr ging dann ein weiterer Rodelunfall in der Kreisleitstelle ein. Die Anrufer, die nicht ortskundig waren, konnten allerdings nur den groben Einsatzort schildern. Daraufhin ließ der Disponent der Leitstelle den Anrufer über dessen Handy orten und alarmierte Rettungswagen und Notarzt zu dem der Ortung nächstgelegen Rettungspunkt. Man vermutete grob, dass sich die Einsatzstelle oberhalb des Hexentanzplatzes befand. Auf Grund der momentanen Schneeverhältnisse auf den Wald- und Wirtschaftswegen rund um Plettenberg und der günstigen Situation, dass die Feuerwehrwehrfahrzeuge der Wache noch auf Schneeketten stehen, wurden auch hier direkt das HLF und die DLK mitalarmiert.

An der Ecke Gartenstraße/Buchenweg wurde dann die Schleifkorbtrage der Drehleiter auf das allradgetriebene Hilfeleistungslöschfahrzeug umgeladen, welches dann die Einsatzfahrt in Richtung Hexentanzplatz fortsetzte. Dort war dann bereits der Rettungswagen (RTW) mit zwei ortskundigen Kollegen eingetroffen und konnte nach ca. 200 Meter zu Fuß den Patienten auffinden. Eine notärztliche Versorgung sowie ein Transport mittels Schleifkorbtrage zum RTW waren nicht vonnöten. Der leicht verketzte Patient wurde ins Plettenberger Krankenhaus transportiert.

Damit aber nicht genug: Zu weiteren medizinischen Notfällen rückten die Rettungsdienstbesatzungen am Abend und in der Nacht aus. Gegen 5.45 Uhr am frühen Sonntagmorgen unterstützte die HLF-Besatzung den Rettungswagen mit einer Tragehilfe.

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