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Als Gast beim Seniorenforum in der Stadtbücherei ließ sich Roboter Pepper gebührend bewundern. Foto: Bernhard Schlütter


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Elke Reperich (r.) und Nicole Hartung (M.) berichteten über den Einsatz digitaler Technik im Radprax-Seniorenzentrum Plettenberg. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. „Guten Tag, meine Name ist scharf, ich heiße Pepper“, stellt sich der Gast beim gut besuchten Seniorenforum der Plettenberger Seniorenvertretung in der Stadtbücherei vor. Dabei klimpert der kleine Kerl mit seinen unwiderstehlichen Kulleraugen. Elke Reperich und Nicole Hartung vom Radprax-Seniorenzentrum Plettenberg haben den Roboter Pepper mit in die Stadtbücherei gebracht. An seinem Beispiel berichten sie über den Einsatz digitaler Technik in der Altenpflege, bei der das Seniorenzentrum an der Bracht eine Vorreiterrolle einnimmt.

Pepper reagiert auf einfache Fragen und Kommandos, trägt einen Monitor vor sich her, mit dem kleine Rätselspiele gespielt werden können. Durch sein kindliches Erscheinungsbild wirkt er auf Anhieb sympathisch und ist er der Liebling vieler Bewohner des Seniorenzentrums geworden.

Foto: Bernhard Schlütter

Im Februar dieses Jahres zog Pepper mit einem Kollegen ins Radprax-Seniorenzentrum ein. Neben den zwei humanoiden Robotern vom Typ Pepper verfügt das Seniorenzentrum am Krankenhaus über einen „Erlebnistisch“ und ein „Qwiek-Up“. Während der Erlebnistisch mit verschiedenen Spiele- und Lernprogrammen die geistige Beweglichkeit der Senioren fördert, ermöglicht das Qwiek-Up audiovisuelle Erlebnisse, die, so der Hersteller, die betreuten Menschen „in ihrer eigenen Welt erreicht“. Über diesen speziellen Beamer können Filme oder individuell zusammengestellte Fotos an Wand oder Zimmerdecke projiziert werden.



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Eine weitere digitale Technik, die im Radprax-Seniorenzentrum eingesetzt wird, sind Tablets zur mobilen Dokumentation. „Dadurch sind alle Mitarbeiter stets auf dem aktuellen Stand“, erklärt Einrichtungsleiterin Elke Reperich.

Bei allen Vorteilen der Technik, ersetze diese aber keine Mitarbeiterin und keinen Mitarbeiter. „Die Begleitung von Mensch zu Mensch steht im Vordergrund“, betont Nicole Hartung. Auf Einzelne eingehen, angemessen auf Gefühle reagieren, „das kann ein Roboter nicht“, sagt sie. Aber die Technik könne für Entlastung und Unterstützung der Mitarbeiter und Bewohner sorgen, zudem zur Unterhaltung beitragen.

„Es ist eine Herausforderung, digitale Medien in der Pflege richtig einzusetzen, und dieser Herausforderung stellen wir uns“, betont Elke Reperich.

 

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