Die Baustellen in Lüdenscheid und insbesondere die ruhende Sanierung des Rathaustunnels nerven die Autofahrer. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die Sanierung des Rathaustunnels könnte noch in diesem Jahr wieder aufgenommen werden. Das geht aus der Antwort des NRW-Verkehrsministerium auf eine Anfrage des Lüdenscheider SPD-Landtagsabgeordneten Gordan Dudas hervor.

Dudas bewertet diese Antwort als ein „Fünkchen Hoffnung“. „Der Druck auf die Landesregierung hat sich gelohnt. Denn die Sperrung des Rathaustunnels tötet allen Verkehrsteilnehmern den letzten Nerv, die Umwege und Staus in Kauf nehmen müssen. Die Anwohner an den Umwegstrecken sind ebenfalls massiv belastet durch mehr Lärm und Emissionen und haben ein Anrecht darauf, dass es mit der Sanierung des Tunnels endlich weitergeht“, heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Politikers.

Antwort auf Dudas-Anfrage am 30. Dezember

Dudas hatte als Landtagsabgeordneter im Rahmen einer Kleinen Anfrage wissen wollen, wann das für den Tunnel zuständige Land bzw. der Landesbetrieb Straßen.NRW mit einer Fortsetzung der Maßnahmen rechnet, was konkret die Ergebnisse der Probesanierungen sind, was konkret für Maßnahmen erfolgen müssen und wann mit Beginn der Sanierung zu rechnen ist. Laut Antwort der Landesregierung vom 30. Dezember sollte noch in 2020 der Auftrag für die Sanierung erteilt werden. Dies zwei Tage vor Jahresende mitzuteilen wertet Dudas zwar als ambitioniert, sieht aber einen Hoffnungsschimmer.

Landesregierung nennt Zeithorizont

Konkret sind demnach im Zuge der anstehenden Maßnahmen „ … Bauteile, in denen asbesthaltige Materialien verwendet wurden, zu entfernen und fachgerecht zu entsorgen.“ Weiter heißt es demnach, das dies „… unter anderem ein asbesthaltiges Oberflächenschutzsystem, als Schalung eingebaute Asbestzementstreifen sowie die Füllungen von Rohrhülsen“ sind. „Bemerkenswert ist auch, dass die Landesregierung nun einen Zeithorizont nennt. Für die südliche Tunnelröhre sollen demnach die Arbeiten bis Frühjahr 2022, für die nördliche Mitte 2023 abgeschlossen sein. Es darf also keine Zeit mehr verloren werden, damit diese unendliche Geschichte doch noch zum Abschluss kommt“, mahnt Dudas an. Er werde sich daher nochmals zum tatsächlichen Sachstand informieren und mit einer neuen Anfrage klären, ob die Auftragserteilung tatsächlich noch 2020 erfolgte und wann genau die Arbeiten beginnen. „Ich bleibe am Ball, es darf keine weiteren Verzögerungen mehr geben!“

Kosten laufen aus dem Ruder

Die Kosten sind wegen der zusätzlichen Maßnahmen kräftig aus dem Ruder gelaufen. Es wird damit gerechnet, dass die Tunnelsanierung um 4,5 Millionen teurer wird als ursprünglich geplant. Der neue Kostenansatz liegt jetzt bei insgesamt 17,2 Millionen Euro.

 

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