Das 4. Bürgerforum war gut besucht. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Mit guter Beteiligung fand am Mittwoch (10. Oktober) das 4. Plettenberger Bürgerforum im Ratssaal statt. Auf dem Programm standen diesmal die Themen Plettenberger Kulturarbeit, PleWo-Stadtfest 2019 und zukünftiger Standort des Wochenmarktes. Während zu den Themen Kulturarbeit und PleWo Abstimmungen per Strichlisten durchgeführt wurden, um Schwerpunkte bzw. ein Meinungsbild als Grundlagen für die weiteren Beratungen in Politik und Verwaltung zu erhalten, wurden zum Wochenmarktstandort Argumente für und wider drei alternativer Standorte ausgetauscht und gesammelt.

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Kulturarbeit

Mit dem Thema Kulturarbeit knüpfte der Arbeitskreis Bürgerbeteiligung, der die Themen aus der laufend geführten Vorhabenliste auswählt, ans vorherige Bürgerforum an. Dabei waren zahlreiche Vorschläge zur Gestaltung der Kulturarbeit in Plettenberg gesammelt worden. Verwaltungsmitarbeiterin Katja Gerecht hatte diese gefiltert, in Kategorien sortiert und von der Stadtverwaltung teilweise kommentiert. Übrig blieben 220 Vorschläge. Diese wurden von den Bürgern am Mittwoch per Markerstrich als wichtig, teils/teils oder unwichtig beurteilt. Nach der neuerlichen Auswertung steht dieser Ideenpool als Instrument für weitere Kulturplanungen zur Verfügung.

Foto: Bernhard Schlütter

PleWo-Stadtfest

Den Plettenbergern liegt ihr PleWo-Stadtfest am Herzen. Die Option, es 2019 wegen der beginnenden Innstadtsanierung ausfallen zu lassen, erhielt augenscheinlich nur wenige Klebepunkte auf der Abstimmungsliste. Vorbehaltlich der genauen Auswertung stimmten das Gros der Bürgerforumsteilnehmer für die einmalige Verlegung an einen anderen Ort. Favorisiert wird dafür die Lennepromenade Waterkant an der Bredde. Als Zeitpunkt wünschen sich viele Bürger nach der Erfahrung in diesem Jahr den Monat Mai – auch über das Jahr 2019 hinaus.

Standort Wochenmarkt

Die Erneuerung der Innenstadt könnte eine Gelegenheit sein, den Wochenmarkt – wie schon des Öfteren in der Vergangenheit diskutiert – in die Innenstadt zu verlegen und diese damit an Markttagen zusätzlich zu beleben. Etliche Markthändler nahmen, trotz teilweise weiter Anfahrt, am Bürgerforum teil. Sie plädieren mehrheitlich dafür, den Markt dort zu belassen, wo er jetzt seit 30 Jahren ist, nämlich am Rathaus und auf dem Wieden. Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten für die Kunden sowie Bedingungen für die Händler seien hier sehr gut, wurde mehrfach betont.

Über den Wochenmarkt-Standort wurde intensiv diskutiert. Foto: Bernhard Schlütter

Für den Maiplatz als Standort sprechen die zentrale Lage, Belebung für den stationären Einzelhandel, ebenfalls die Erreichbarkeit und die Parkmöglichkeiten. Als „No Go“ wird der Linienbusverkehr angesehen, der über den Maiplatz führt. Zu gefährlich für die Kunden. Ein schwerwiegendes Argument auch: Am Rathaus ist der Weg zur öffentlichen Toilette für Händler und Kunden kurz, am Maiplatz gibt es keine.

Zum Busverkehr gab Bürgermeister Ulrich Schulte den Impuls, im Zuge der Neugestaltung des Platzes könne die Busspur möglicherweise verlegt werden. Auch die Verlegung des Busbahnhofs aus der Grünestraße sei eine Option.

Verworfen wurde von allen Teilnehmern die Fußgängerzone vom Alten Markt bis zum Obertor als Marktstandort. Auseinandergezogen wie eine Perlenkette wären die Stände, die Wilhelmstraße zu eng und Parken für die Kunden nur in unzumutbarer Entfernung möglich.

Nach diesem Bürgerforum muss man kein Prophet sein, um festzustellen, dass der Wochenmarkt auch nach Abschluss der Innenstadtsanierung weiter am Rathaus stattfinden wird.

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