Das textile Netz, mit dem die Unterseite der Brücke mehr als ein Jahr lang ummantelt war, ist inzwischen ebenfalls entfernt worden. Foto: Marit Schulte-Zakotnik

Lüdenscheid. (PSL) Die Sanierung der Rathausbrücke ist so gut wie abgeschlossen. Lediglich einige Restarbeiten, darunter die Inbetriebnahme der neuen Heizungsanlage, müssen nach Angaben des Stadttreinigungs-, Transport- und Baubetriebs Lüdenscheid (STL) in den nächsten Tagen noch erledigt werden. Fußgänger können die Brücke, die den Rathausplatz mit dem Stern-Center verbindet, aber seit ein paar Tagen wieder nutzen.

Zeitplan völlig zerschossen

Eigentlich hätten die Arbeiten an dem Bauwerk bereits Mitte Oktober abgeschlossen sein sollen. Mehrere Faktoren hätten allerdings dazu geführt, dass dieser Zeitplan „leider völlig zerschossen wurde“, sagt Andreas Fritz. Zuletzt, so der stellvertretende STL-Werksleiter, habe es am Regenwetter gelegen. „Bei der Nässe war es nicht möglich, die finalen Vergießungsarbeiten zu erledigen“, so Fritz. Das habe „mindestens eine Woche“ gekostet, weshalb die Brücke erst am vergangenen Donnerstag, 25. November, wieder freigegeben werden konnte.

Auch zwischendurch hätten die Witterungsverhältnisse die Arbeiten erschwert und zu Verschiebungen geführt. Ein weiterer wesentlicher Faktor: „Zwischendurch wurde festgestellt, dass auch die Abdichtung für die Heizungsanlage, die ein Eindringen von Wasser verhindern soll, einige Beschädigungen aufwies. Diese Abdichtung musste komplett erneuert werden. Das war ebenfalls sehr zeitaufwendig“, so Fritz.

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Neue Heizungsanlage

In der kommenden Woche soll die neue elektronische Heizungsanlage angeschlossen und in Betrieb genommen werden. Die unter der Schicht von Gussasphalt verlaufenden Heizelemente sollen dafür sorgen, dass sich in den Wintermonaten Schnee- und Eisglätte auf der Brücke bilden. Sobald die Heizung angeschlossen ist, fallen laut Fritz noch „kleinere Vergießungsarbeiten“ am Rand der Rathausbrücke an. Das Bauwerk müsse dafür aber nicht erneut gesperrt werden. Die Gesamtkosten für die Sanierung dürften sich auf rund 115.000 Euro belaufen.

Textiles Netz bereits entfernt

Das textile Netz, mit dem die Unterseite der Brücke mehr als ein Jahr lang ummantelt war, ist inzwischen ebenfalls entfernt worden. Im Vorjahr, kurz nach Beginn der Sanierungsarbeiten, hatten sich Teile der Unterseite gelöst. Daraufhin mussten die Arbeiten eingestellt, eine Prüfung der Bausubstanz in Auftrag gegeben und das Konzept für die Sanierung erneuert werden. „Die Statik der Brücke ist in Ordnung“, sagt Fritz. „Wir sollten die Brücke in den nächsten Jahren wieder problemlos nutzen können.“

 

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