RAAM-Team RadKulTour in Elbe-Elster
Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (links) begrüßte das RAAM-Team aus dem Märkischen Kreis. Foto: Torsten Hoffgaard/Landkreis Elbe-Elster

Märkischer Kreis/Elbe-Elster. (lkee/pmk) „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ – unter diesem Motto startete jetzt die Elbe-Elster RadKulTour. Mit dabei im brandenburgischen Partnerschaftskreis war das RAAM-Team aus dem Märkischen Kreis.

Die Corona-Pandemie hatte den Organisatoren vom Tourismusverband Elbe-Elster-Land e.V. und dem Landkreis Elbe-Elster sowie zahlreichen Partnern im Frühjahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber am zweiten Oktoberwochenende lief alles wie am Schnürchen. Deshalb zeigte sich die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Elbe-Elster-Land e.V., Susanne Dobs, sehr zufrieden mit dem Verlauf: „Wir haben uns über das Interesse sehr gefreut. Unsere zweite Elbe-Elster RadKulTour bot einen Mix, der viele Interessen ansprach und den Teilnehmern interessante Eindrücke aus dem Landkreis Elbe-Elster vermittelte. Dank gilt allen Mitwirkenden, die sich mit ihrem Engagement wieder sehr viel Mühe gegeben haben.“

Videodoku beeindruckt

Wie bereits bei der ersten Elbe-Elster RadKulTour im vergangenen Jahr war auch wieder das RAAM-Team aus dem Märkischen Partnerschaftskreis mit von der Partie. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski begrüßte die Mannschaft um Teamleiter Frank Lachnitt herzlich im Landkreis Elbe-Elster. Vor einem Jahr hatte er den Sportlern einen „Unterstützungsbeitrag“ von 1.500 Euro überreicht. „Gedacht waren die als Rückenwind für das Race Across America 2019. Und nun, ein Jahr später, waren wir natürlich neugierig, wie das Rennen über knapp 5.000 Kilometer von der West- bis an die Ostküste der USA über extreme Höhen- und Temperaturunterschiede für die Radler ausgegangen ist“, sagte der Landrat.

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Frank Lachnitt bedankte sich noch einmal für die Unterstützung im Namen des 15-köpfigen Wettkampfteams. „Wir sind immer sehr herzlich hier im Partnerkreis Elbe-Elster aufgenommen worden. Deshalb haben wir auch dieses Jahr gerne an der Elbe-Elster RadKulTour teilgenommen, die uns weiter mit den Menschen und der Landschaft vertraut macht.“ Im Gepäck hatte er eine zwei Stunden lange Videodokumentation, die vom Radsporterlebnis in den USA erzählte und auch die Teilnehmer der RadKulTour in Elbe-Elster bei der Präsentation in der Brikettfabrik Louise in ihren Bann zog.

Rund 100 Radler*innen

Bei der gemütlichen Ausfahrt über knapp 100 Kilometer in Elbe-Elster standen nicht Rekorde und Extreme oben an, sondern entspanntes Fortkommen und Genießen im Sattel. „Wir wollten mit unserem Angebot zeigen: Es gibt viel zu entdecken bei uns im Landkreis. Wir haben rund 400 Kilometer ausgebaute und umfassend beschilderte Radwanderstrecken. Da kommen Radler nicht nur gut voran, sondern sehen vieles, was einem im Auto sonst verborgen bleibt“, fasste der Landrat das Anliegen der Radveranstaltung zusammen.

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Ein Abstecher führte die Teilnehmer zum ehemaligen Kriegsgefangenenlager in Mühlberg. Foto: Torsten Hoffgaard/Landkreis Elbe-Elster

Rund 100 Radler*innen erlebten mit und ohne elektrischen Rückenwind erlebnisreiche zwei Tage. Am Samstag gehörten das ehemalige Kriegsgefangenenlager und spätere NKWD-Speziallager bei Mühlberg, die Besichtigung des Klosters in der Elbestadt, eine Schlossführung in Martinskirchen sowie ein Besuch im Pfarrgarten in Saxdorf zu den kulturellen Höhepunkten der Tour. Am Sonntag galt es, ein Stück Elbe-Elster-Industriegeschichte an den Haltepunkten im Elster-Natoureum in Maasdorf, in der Brikettfabrik Louise in Domsdorf sowie im historischen Stadtkern in Uebigau zu erleben.

Im kommenden Jahr wird es wieder eine Elbe-Elster RadKulTour geben. Diese soll am 8. und 9. Mai 2021 stattfinden. Thematisch folgen die Radetappen dann dem Kulturland-Themenjahr 2021 in Brandenburg. Dabei steht die Industriekultur in Brandenburg im Mittelpunkt.

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