Die Sechstklässer versuchten sich im Workshop am Programmieren mit Scratch, einer Programmiersprache, die vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt wurde. Foto: Merle Stickdorn

Lüdenscheid. (PSL) Rund 190 Schülerinnen und Schüler haben sich zwischen dem 25. und 27. Oktober in der Phänomenta im Rahmen des Regionale-Projekts „LernFabriksken“ im Programmieren ausprobiert. Die Workshops waren nicht nur lehrreich für die Kinder, sondern haben auch zur Erprobung eines Moduls beigetragen, das künftig am geplanten Lernstandort, dem „lernfab“, zur Anwendung kommen soll.

„Es ist witzig, was man so alles programmieren kann“, lautete das Feedback eines Schülers der Adolf-Reichwein-Gesamtschule am Ende des Workshops. Die Ergebnisse der Sechstklässler reichten von ersten selbstprogrammierten Spielen bis hin zu bewegten Geburtstagsgrüßen mit Musik.

Zwei Module vor Ort bearbeitet

Zwei Module – „Programmieren lernen mit Scratch“ und „App Entwicklung“ – konnten die Schüler vor Ort bearbeiten. Die Module wurden in Zusammenarbeit mit der Pacemaker Initiative entwickelt. Vor Ort unterstützten Kolja Brandtstedt von der Pacemaker Initiative und Silvan Habenicht, Corporate Volonteer der Accenture Dienstleistungen GmbH, die Kinder beim Lernen und Ausprobieren.

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Am Ende des Workshops fiel das Feedback der Schülerinnen und Schüler durchweg positiv aus. Foto: Merle Stickdorn

Das Regionale-Projekt „LernFabriksken“

Mit dem „lernfab“ soll ein außerschulischer Lernort entstehen, an dem Kinder und Jugendliche an eigenen Projekten arbeiten sowie ihre technischen und kreativen Fähigkeiten durch den Einsatz neuer digitaler Technologien weiterentwickeln können. „Die Räumlichkeiten dafür sollen mitten in der Innenstadt entstehen, damit der Lernort zentral liegt und für alle gut erreichbar ist“, erklärt Heike Müller-Bärwolf von der Stabstelle Regionale-Büro. So könne das Projekt auch zu einer positiven Innenstadtentwicklung beitragen.

Digitale Bildungsangebote entscheidend

Damit so ein Lernort in Lüdenscheid realisiert werden kann, laufen aktuell Gespräche mit potenziellen Fördermittelgebern. „Wir wollen die junge Generation nach vorne bringen und ihr ermöglichen, ihr Potenzial zu entfalten“, so Müller-Bärwolf. Dafür sei die Qualität digitaler Bildungsangebote entscheidend. Sie und ihre Kollegin Ricarda Nebeling, ebenfalls von der Stabstelle Regionale-Büro, hoffen, dass die ersten Schritte zur Umsetzung schon im kommenden Jahr erfolgen können.

Die Workshops in der Phänomenta, an denen jeweils eine sechste Klasse der weiterführenden Schulen in Lüdenscheid teilgenommen hat, dienten nun als Probelauf für das geplante „LernFabriksken“. Die beiden Projektverantwortlichen Heike Müller-Bärwolf und Ricarda Nebeling erhoffen sich durch den Kontakt zu den Lehrkräften sowie zu den Schülerinnen und Schülern erste Hinweise für die weitere Ausgestaltung des Angebots. Bei den Sechstklässlern – das hat das Feedback der Kinder ergeben – kamen die Workshops sehr gut an.