Das Insititut für Arbeitsmedizin (IFAM) mit Sitz in Neuenrade gehört seit dem 30. November 2020 zur Prange Gruppe. Foto: Bernhard Schlütter

Neuenrade/Plettenberg. Mit Wirkung zum 30. November 2020 hat die Prange-Gruppe das IFAM GmbH Institut für Arbeitsmedizin (kurz IFAM) vom Werksarztzentrum Mittel-Lenne e.V., welches die Anteile 2019 vom Krankenhaus Plettenberg erworben hatte, übernommen. Geschäftsführer des IFAM ist Moritz Marl. „Die Trennung des IFAM vom Werksarztzentrum war geboten, da die unterschiedlichen Betreuungs- und Abrechnungsmodelle sowie die rechtsformbedingten Gesellschafterstrukturen von IFAM und WAZ nicht zueinander passten und auch nicht angeglichen werden konnten“, heißt es in einer Mitteilung der Prange-Gruppe.

IFAM-Gründung 1973

Die Aktivitäten des IFAM wurden 1973 initiiert durch den Internisten und Betriebsmediziner Dr. Jürgen Etzler und in der Folge gemeinsam mit Dr. Margit Ulitzka und Dr. Till Hoya ausgebaut. Aktuell betreut das IFAM ca. 250 bis 300 Betriebe in der heimischen Region mit mehr als 10.000 Mitarbeitern. Dr. Margit Ulitzka, die neben ihrer Qualifikation als promovierte Fachärztin für Arbeitsmedizin auch ihre Kenntnisse als Dipl.-Ingenieurin in ihre Tätigkeit einbringt, steht auch nach dem Gesellschafterwechsel als leitende Ärztin zur Verfügung und wird hierbei von Dr. Jürgen Etzler und Dr. Hendrik Altenkämper sowie medizinisch-technisch ausgebildeten Mitarbeiterinnen unterstützt.

Ziel sei es, das IFAM privatwirtschaftlich organisiert nachhaltig, leistungsstark und trotzdem bodenständig aufzustellen sowie die Dienstleistungen den steigenden Anforderungen stets anzupassen, verlautbart die Prange-Gruppe. Die gesetzlichen Vorgaben zum Thema Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit stellten immer größer werdende Anforderungen an Arbeitgeber und Unternehmen dar. „Dies beinhaltet u.a. Aspekte wie die Förderung und Erhaltung der Gesundheit, der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter, aber auch Arbeitssicherheit, Unfallverhütung und betrieblicher Gesundheitsschutz sowie betriebliches Eingliederungsmanagement sind wichtige Themen. Hier unterstützt das IFAM bspw. durch Beratung bei der Arbeitsplatzgestaltung und der Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, arbeitsmedizinische Untersuchungen, Wiedereingliederung und zahlreiche weitere Leistungen.“

Planungen für MVZ

Kurzfristig sollen die Bereiche Infektionsschutz und Impfschutz auch mit Blick auf Covid-19- und Grippe-Impfungen ausgeweitet werden. Vorstellbar seien darüber hinaus insbesondere Leistungen in den Bereichen betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Betriebssport und Wiedereingliederung mit dem Ziel, den Krankenstand zu senken und die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen.

„Der Bereich Prange Gesundheit wird in der Prange-Gruppe als wesentlicher Bestandteil für nachhaltige Mitarbeiterkonzepte wie auch zur Gesundheitsförderung im Allgemeinen angesehen, wobei Nachhaltigkeit hier insbesondere durch Vorsorge erreicht werden soll. Die interdisziplinäre Zusammensetzung in diesem Bereich gewährleistet hohe Qualität bei der Lösung gesundheitsrelevanter Problemstellungen.“

Prange Gesundheit will sich in naher Zukunft auch am Ausbau der medizinischen Versorgung in der Region beteiligen. Offenbar eruiert das Unternehmen die Einrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ). Es gelte allerdings, „noch erhebliche Hürden im Verwaltungsbereich zu überwinden“.

Durch die Übernahme wird das IFAM Teil des Bereichs “Prange Gesundheit“ in der Prange-Gruppe. Grafik: Prange

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