Das betagte Wohnmobil war in einem völlig desolaten Zustand. Foto: Polizei Märkischer Kreis

Lüdenscheid/Kierspe. Gestern Mittag fiel Polizeibeamten ein betagtes Wohnmobil am Zubringer Lüdenscheid-Nord auf. Der äußerlich desolate Zustand bestätigte sich vollends. Es wurden Bremsmängel und schwerste Korrosionsmängel ausgemacht. Nach Prüfung durch den Sachverständigen einer technischen Prüfstelle standen 66 Mängel auf dem Kontrollbericht. Die Betriebsbremse war fast ohne Funktion, die Feststellbremse hatte gar keine Wirkung mehr. Die Korrosion war so weit fortgeschritten, dass faustgroße Löcher im Bereich der Karosserie, des Rahmens und im Bereich der Aufhängungen vorhanden waren. Der massive Achskörper, konnte mit einem Hammer stellenweise durchschlagen werden. Einzelne Federn aus dem Federnpaket hatten sich bereits verschoben, zudem tropfte das Öl stetig aus dem Motorraum. Der Besitzer fuhr das Fahrzeug in polizeilicher Begleitung direkt auf den Schrottplatz und ließ sich von dort abholen.

Der Verkaufswagen wurde wegen zahlreicher Mängel stillgelegt. Foto: Polizei Märkischer Kreis

Unmittelbar nach diesem Vorfall informierte ein aufmerksamer Bürger die Polizei. Er befuhr seinerseits die Volmestraße in Fahrtrichtung Kierspe. Vor ihm: ein Verkaufswagen aus dem Kreis. Auffällig: der offenkundige Achsschiefstand. In Beckinghausen hatten die Polizisten ihn eingeholt. Der beschriebene Schiefstand war tatsächlich erkennbar. Auch hier war die Korrosion so weit fortgeschritten, dass eine feste Achsaufhängung nicht mehr gegeben war. Auch hier erfolgte die Vorstellung bei einem Sachverständigen. Der Prüfer war vom Zustand des Fahrzeugs mindestens überrascht. Handballgroße Rostlöcher im Rahmen machten die Struktur völlig instabil. Es folgte Stilllegung Nummer 2. Fahrer und Halter wurden angezeigt.



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