Ein Blick unter den Transporter offenbarte diverse Mängel, so dass die Polizei den Wagen stilllegte. Foto: Polizei MK

Lüdenscheid. (ots) Zusammen mit seinem schrottreifen Transporter hat die Polizei am Donnerstag auch gleich den Fahrer aus dem Verkehr gezogen.

Wie dem Polizeibericht zu entnehmen ist, kontrollierten Beamten des Verkehrsdienstes Iserlohn gegen 15 Uhr die Umleitungsstrecken in Lüdenscheid. Auf der Altenaer Straße fiel ihnen ein Kleintransporter aus Euskirchen auf. Der mit drei Personen besetzte Renault Master war auf dem Weg aus dem Ruhrgebiet nach Frankfurt am Main. Er befand sich augenscheinlich in einem technisch schlechten Zustand.

Schiebetür fällt aus der Führung

Der sachverständige Gutachter, der die Polizeibeamten begleitete, stellte bereits vor Ort so gravierende Mängel fest, unter anderem eine gebrochene Blattfeder und ausgeschlagene Spurstangen, dass die Fahrt zur tiefergehenden Untersuchung zum TÜV ging. Dort bestätigte sich der Verdacht. Insgesamt wurden 29 Mängel festgestellt. Der Prüfer des TÜV-Standortes bescheinigte eine absolute Verkehrsunsicherheit des Fahrzeugs. Noch während der Überprüfung fiel die Schiebetür des Transporters aus der Führung. Das Fahrzeug wurde somit direkt vor Ort stillgelegt und die Kennzeichen sowie die Fahrzeugpapiere wurden sichergestellt.

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Fahrzeugführer und Fahrzeughalter erwarten nun Ordnungswidrigkeitenanzeigen zu den Verstößen.

Positiver Drogenvortest beim Fahrer

Aber nicht nur das Fahrzeug befand sich in einem Zustand, der sich für den Straßenverkehr eignet: Auch der Fahrzeugführer fiel auf. Ein Drogenvortest verlief positiv und zeigte den Konsum von Kokain und THC. Somit wurde dem rumänischen Fahrzeugführer aus Bochum noch eine Blutprobe entnommen. Bei dem Transport zur Wache händigte er den Beamten ein Tütchen mit Marihuana aus. Für den Fahrer gab es deshalb eine Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel.

Bei der weiteren Kontrolle wurde festgestellt, dass der 22-jährige Fahrzeugführer durch die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wegen Betruges gesucht wurde.

Alles in allem ergab diese sehr umfangreiche Kontrolle. Am Morgen hatten Polizeibeamte bereits einen Transporter aus Fürth gestoppt, der seit zehn Monaten ohne Haftpflichtversicherung unterwegs war. Dies zeigt wieder einmal auf erschreckende Weise, dass die Arbeit der Polizei im Märkischen Kreis dafür sorgt, dass sowohl Fahrzeuge, als auch Fahrzeugführer, die nicht für den Verkehr geeignet sind, effektiv aus dem Verkehr gezogen werden.

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