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Polizei geht mit Bodycams auf Streife

Kameras sollen zur Deeskalation beitragen

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Märkischer Kreis. (ots) Seit einigen Tagen sind die ersten Polizeibeamtinnen und -beamten des Märkischen Kreises mit Bodycams auf Streife. In den kommenden Wochen werden nach und nach alle Polizsten damit ausgestattet.

Die Bodycam wird an der Uniform in Schulterhöhe getragen und per Knopfdruck ausgelöst. Vor allem in kritischen Momenten soll die Kamera für eine Entschärfung hitziger Einsatzsituationen sorgen. Die Polizeibeamtinnen und -beamten kündigen den Einsatz der Kamera grundsätzlich an, es sei denn es muss wegen der Dringlichkeit besonders schnell gehen. Heimliche Aufnahmen sind unzulässig. Im Einsatz angefertigtes Videomaterial wird auf Servern gespeichert und anschließend von der Kamera gelöscht. Nach 14 Tagen werden die Videos automatisiert gelöscht, es sei denn die Aufnahmen werden als Beweismittel benötigt.

Die Beschaffung der Kameras geht zurück auf ein wissenschaftlich begleitetes Pilotprojekt beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD). Die deeskalierende Wirkung der Kameras beim polizeilichen Gegenüber konnte in dem Projekt belegt werden. Jede Beamtin und jeder Beamter, die bzw. der mit der Kamera ausgerüstet ist, wurde vorher im Umgang mit ihr geschult.

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Die Kamera vom Typ “Axon Body 2” ist laut Herstellerangaben sturz- und wetterfest und verfügt über eine Speicherkapazität von 64 GB. Die Akkulaufzeit ist ausreichend lang, um auch eine längere Schicht problemlos zu halten. Insgesamt hat das Land NRW 9.000 Bodycams bestellt. Der Märkische Kreis hat hiervon rund 170 Stück erhalten. Damit ausgerüstet werden der Wach- und Wechseldienst, Bezirksdienst, Kradfahrer, Diensthundeführer und der Einsatztrupp.

Gewalt gegen Polizisten

Kreisweit wird immer häufiger Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte angewendet. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 822 Fälle erfasst. Dabei wurden 99 Polizisten verletzt. Zu den Fällen gehören z.B. Beleidigungen, Körperverletzungen, Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte oder Bedrohungen. Im Jahr 2013 waren es noch 480 (59 Verletzte). Die Zahlen für 2019 liegen noch nicht vor.

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