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Daniel Scharf, einer der beiden Sozialarbeiter, zusammen mit Damaris Seidel, die die Gute Stube an der Werdohler Straße leitet. Foto: Bettina Görlitzer

Lüdenscheid. Stubenhocker – zwei Sozialarbeiter versuchen kreativ zu sein. Das ist am 14. Juni 2019 das Motto des Slam Poeten Malte Küppers (Duisburg) und des Singer-/Songwriters Daniel Scharf (Lüdenscheid).

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Plakat: Kannenberg Design & Kommunikation

Die beiden Künstler gestalten gemeinsam einen Abend in der Guten Stube an der Werdohler Straße 11. Die ehemalige Buchhandlung Stier ist seit über drei Jahren jeden Freitag ab 20.30 Uhr für junge Erwachsene ab 18 Jahren geöffnet und bietet dann interessante kleinere und größere Events an. Dazu gehören Konzerte, Workshops, Lesungen, gemeinsames Kochen, Cocktails mixen, Messer schärfen, Nähen und andere, oft recht außergewöhnliche Veranstaltungen.

Am kommenden Wochenende werden sich Malte Küppers und Daniel Scharf dort gemeinsam ihrem Publikum stellen. Dafür haben sich die Künstler, die zudem beide als Sozialarbeiter tätig sind, ein recht rasantes Programm ausgedacht, bei dem sie abwechselnd Musik machen, Texte lesen und sich gegenseitig “die kreativen Bälle” zuspielen. Ein durchweg amüsantes Programm, bei dem auch mal das Publikum zu Rate gezogen wird. Tiefsinnig und engagiert, aber auch witzig und frech batteln sich die zwei Stubenhocker durch den Abend. Das Gute Stube Team freut sich dabei nicht nur auf zwei geniale Künstler, sondern ebenso auf ein nicht mindern geniales und zahlreiches Publikum, das mit ihnen diesen Abend so richtig feiert.



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Malte Küppers

Malte Küppers. Sozialarbeiter und Slam Poet mit Leib und Seele. Foto: Iris Kannenberg

Malte Küppers nimmt seit Januar 2016 an Poetry Slams teil. In dieser Zeit konnte der Duisburger einen eigenen Slam in seiner Heimatstadt aufbauen, um die lokale Slamszene zu fördern, sowie eine erfolgreiche Lesebühne in Essen auf die Beine stellen. 2017 erreichte der 30-jährige Sozialarbeiter das Finale der NRW-Landesmeisterschaften im Poetry Slam, ein Jahr später nahm er an den deutschsprachigen Meisterschaften in Zürich teil. Mit lockeren Kurzgeschichten und einer Prise Humor trifft man ihn regelmäßig auf Veranstaltungen im ganzen Land.

Zuletzt war er hier in Lüdenscheid im Kulturhaus zu sehen, wo er im Rahmen eines Poetry Slams, moderiert von Marian Heuser (World of Wordcraft) einen guten dritten Platz für sich erreichen konnte. Seine Botschaft: Nimm Dich selbst nicht ganz so ernst, aber schau genau hin, wie das Leben um Dich herum tickt. Und decke auch mal das eine oder andere auf, sprich es an und versuche, ein Bewusstsein dafür zu wecken, dass man Dinge tatsächlich auch ändern kann. Man muss nicht einfach nur mittrotten. Jeder Mensch kann sich frei entscheiden und etwas dazu beitragen, diese Welt etwas besser zu machen.

Daniel Scharf

Daniel Scharf. Der zweite Sozialarbeiter im Bunde. Er studiert noch in Bochum und schreibt gerade seine Bachelor-Arbeit. Foto: Iris Kannenberg

Seine Musik ist für alle, die sie gebrauchen können, zum Nachdenken, zum Weiterkommen, zum Lachen und auch zum Aufregen. Sein Credo: „Die größte Revolution beginnt dort, wo das kleinste Herz die Liebe kennt.“ Und das bringt er authentisch rüber. Der Singer-/Songwriter und Wortjongleur schreibt die meisten seiner Songs selbst. Tiefgründige Texte, gut verpackt in ansprechende Melodien und ebenso gut abgerundet mit einer großen Portion Humor, treffen dabei genau ins Schwarze und nehmen den Zuhörer mit auf eine Reise einmal quer durch sämtliche Emotionen. Der Poet und Musiker, den es aus dem Norden der Republik über Umwege nach Lüdenscheid verschlug, begann schon früh, eigene Texte zu schreiben und diese zu Songs zu verarbeiten.

Dem Mainstream zu folgen und englisch zu singen, ist ihm dabei alles andere als wichtig. Er möchte lieber verstanden werden und seine Gedanken und Erfahrungen mit den Menschen teilen. Konsequenterweise schreibt er seine Songs daher fast ausschließlich in deutscher Sprache. Und interpretiert sie mit seiner ausdrucksstarken Stimme, seiner Gitarre und Mundharmonika so, dass ihre Botschaft genau da landet, wo sie landen soll: Mitten im Herz. Auch wenn sich seine fertigen Songs oft scheinbar mit Lichtgeschwindigkeit zwischen Wirklichkeit und Utopie und zwischen Himmel und Erde hin und her bewegen, bleibt er sich doch selbst immer treu und steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Der Singer- /Songwriter blickt auf eine langjährige Bühnenerfahrung zurück und nahm bereits an mehreren Songslams erfolgreich teil. Zudem veröffentlicht er seine Musik regelmäßig auf seinem eigenen Youtube-Channel.

Stubenhocker – zwei Sozialarbeiter versuchen, kreativ zu sein. 14. Juni 2019, Gute Stube Lüdenscheid, ab 20.30 Uhr, der Eintritt ist frei, jeder sollte etwas zu trinken oder kleine Snacks mitbringen. Die werden dann geteilt. Für mehr Information zur Guten Stube und ihrem Konzept: www.gutestube-luedenscheid.de

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