Der Kreis koordiniert ein Klimaschutzkonzept zur Optimierung des lokalen Klimaschutzes. Auf dem Bild von links: Antonius Wiesemann (Bürgermeister der Stadt Neuenrade), Birgit Tupat (Bürgermeisterin Nachrodt-Wiblingwerde), Ulrich Schulte (Bürgermeister Plettenberg), Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper, Michael Brosch (Bürgermeister Halver), Olaf Stelse (Bürgermeister Kierspe) und Landrat Marco Voge (vorne) Foto: Martin Suchalla/Märkischer Kreis

Plettenberg. Die Vorstellung und Beschlussfassung des Klimaschutzkonzeptes für Plettenberg steht in der Ratssitzung am Dienstag, 8. Dezember (17 Uhr, PSG-Schützenhalle), auf der Tagesordnung. Die für die vergangene Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses vorgesehene und wegen Erkrankung der Referentin verschobene Erläuterung des Konzeptentwurfs wird nun im Rat nachgeholt.

Das Klimaschutzkonzept für Plettenberg ist Teil eines interkommunalen Projekts. Der Märkische Kreis hat für die Städte Halver, Kierspe, Meinerzhagen, Neuenrade und Plettenberg sowie die Gemeinden Herscheid, Nachrodt-Wiblingwerde und Schalksmühle die Erstellung von integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepten koordiniert. Diese sollen als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutz- und Klimaanpassungsaktivitäten dienen. Dabei werden Synergien mit anderen Kreiskommunen berücksichtigt. „Auf diese Weise sollen Klimaschutz- und Klimaanpassungsaktivitäten verstärkt, ausgebaut und ein Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele geleistet werden“, schreibt die Pressestelle des Märkischen Kreises.

In einer Mitteilung an die Medien beschreibt der Märkische Kreis Vorgehensweise und Aufbau der Konzepte, die beim Bürgermeistertreffen in Neuenrade vorgestellt wurden:

Zunächst wurde eine kommunale Bilanz der Treibhausgasemissionen erstellt, Einsparpotenziale aufgezeigt und Einsparziele formuliert. Die Einbindung verschiedener lokaler Akteure bildete eine weitere Grundlage zur Erstellung eines Maßnahmenkataloges. Die Konzepterstellung durch das beauftragte Ingenieurbüro Gertec wurde von einem Beirat, bestehend aus Vertretern der acht Kommunen und des Märkischen Kreises, begleitet.

Um die Ideen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen zu können, wurde von November 2019 bis Januar 2020 eine Online-Ideenkarte angeboten. “An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich für die zahlreichen Beiträge der Bürgerinnen und Bürger bedanken”, sagt Landrat Marco Voge. Ergänzend dazu wurden mehrere Expertenworkshops und Interviews durchgeführt.

Basierend auf den Analysen und den Ergebnissen wurden konkrete Maßnahmenvorschläge erarbeitet. Diese umfassen alle Handlungsfelder, auf die die Kommune Einfluss nehmen kann. Dazu gehören Handlungsmöglichkeiten in den kommunalen Gebäuden und Anlagen, die Unterstützung und Sensibilisierung der privaten Haushalte und der lokalen Wirtschaft, die Förderung einer klimafreundlichen Mobilität und der erneuerbaren Energien sowie die Anpassung an den Klimawandel.

Der umfangreiche Maßnahmenkatalog stellt dabei das Kernstück des Klimaschutzkonzeptes dar. Die Maßnahmen des Konzeptes sind auf die nächsten 15 Jahre ausgerichtet, wobei der Schwerpunkt auf den nächsten fünf Jahren liegt. Nun geht es in eine wichtige Phase der Umsetzung. Dazu will jede Kommune Fördermittel für einen Klimaschutzmanager beantragen. Somit hätten 14 Kommunen (im Märkischen Kreis) ein Klimaschutzkonzept und einen Klimamanager.

Die Erstellung der integrierten Klimaschutzkonzepte wurde im Rahmen der Klimaschutzinitiative der Bundesregierung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. (Ende der Medieninformation)

Der Beschlussvorschlag für die Plettenberger Ratssitzung beinhaltet u.a. die Einrichtung eines Klimaschutzmanagements mit Schaffung einer Stelle für einen Klimaschutzmanager/eine Klimaschutzmanagerin.

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