TEILEN
cdu-stadtverband
Adrian Viteritti (stehend) und Heiko Hillert (rechts) nahmen auf der Jahreshauptversammlung des CDU-Stadtverbands Plettenberg Stellung zur Klage der Stadt Attendorn gegen die Ansiedlung des Modeparks Röther in Plettenberg. Auf dem Foto 2. v. r. MdL Marco Voge und links Geschäftsführer Martin Seuthe Foto: Bernhard Schlütter


↑ Anzeige | Eigene Anzeige schalten

Plettenberg. Auf der Jahreshauptversammlung des CDU-Stadtverbands am Dienstag (17. April) im Saal der Gaststätte Zur Post nahmen CDU-Vorsitzender Adrian Viteritti und CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Heiko Hillert Stellung zur Klage der Stadt Attendorn gegen die Baugenehmigung für den Modepark Röther in Plettenberg.

___STEADY_PAYWALL___

„Juristisch gesehen ist dieser Weg gangbar, unter einem respektvollen Umgang miteinander verstehe ich jedoch etwas anderes“, sagte Viteritti. Seit März 2017 sei bekannt, dass die Firma Röther das ehemalige Real-Gebäude erworben hat und ein großflächiges Markenmodegeschäft einrichten möchte. „Schon zu diesem Zeitpunkt hätte Attendorn aktiv werden und auf eine Beteiligung pochen können. Dies ist jedoch nicht erfolgt und der Investor nahm viel Geld zur Sanierung der Immobilie in die Hand.“ Es sei ein Unding, dass sich die Stadt Attendorn so viel Zeit mit der Klage gelassen hat.

“Zeitpunkt der Klage respektlos”

Städte wie Attendorn und Plettenberg sollten eher noch enger zusammenarbeiten, statt dem anderen nicht die Butter auf dem Brot zu gönnen, betonte Viteritti. In seinen Augen hat die Sache schon vor dem Urteil der Gerichte einen Verlierer: die Stadt Attendorn. „Wenn die Stadt Attendorn den Modepark tatsächlich verhindern möchte, dann ist der Zeitpunkt der Klage respektlos. Will man lediglich seinen Missmut zeigen und hat bewusst die Jahresfrist abgewartet, so ist dies ebenfalls respektlos der Werbegemeinschaft Attendorn gegenüber, auf deren Initiative die Stadt schließlich tätig geworden ist.“



Anzeige | Eigene Anzeige schalten



Heiko Hillert hält die Klage und vor allem die Art der Durchführung „schlichtweg für ein Unding“. Er gehe davon aus, dass das Verwaltungsgericht Arnsberg die Rechtsansicht der Stadt Plettenberg bestätigen werde, wonach eine Auswirkungsanalyse und eine Beteiligung der Nachbarstädte bei der Genehmigung der Röther-Pläne nicht notwendig ist. „Ärgerlich und unerfreulich in diesem Zusammenhang ist für uns allerdings das politische Vorgehen der Stadt Attendorn.“

Schlechter politischer Stil

Plettenberg habe zu keiner Zeit irgendwelche Einwendungen gegen Entwicklungsvorhaben der Stadt Attendorn gehabt, egal ob es sich um das dortige Allee-Center, die jeweiligen Einzelhandelsmaßnahmen wie Euronics-/Lidl oder die Versuche zur Belebung der Innenstadt gehandelt habe. Plettenberg habe zu keiner Zeit Pläne und Vorhaben der Attendorner Politik und Verwaltung durchkreuzt. Auch gegen die enorme Gewerbeerweiterung in Industriegebieten sei man ebenso wenig gewesen wie gegen die gut ausgebaute und und einwandfrei funktionierende Gastronomie einschließlich Touristik/Veranstaltungsmanagement. „Wir haben vielmehr die Wirtschaftsentwicklung Attendorns stets positiv gesehen, zumal sie auch Arbeitsplätze für Plettenberger Beschäftigte sichert und überdies ein abwechslungsreiches Angebot an Waren und Dienstleistungen für Attendorn und die gesamte Umgebung darstellt.“

Es dränge sich der Eindruck auf, dass Attendorn mit seiner Klage von eigenen städtebaulichen Fehlentscheidungen ablenken wolle. „Dies ist aus unserer Sicht ein schlechter politischer Stil“, stellte Hillert fest.

cdu-stadtverband-1
Knapp 30 Mitglieder nahmen an der Jahreshauptversammlung des CDU-Stadtverbands teil. Foto: Bernhard Schlütter

Wolfgang Ising seit 50 Jahren CDU-Mitglied

Die Regularien waren auf der CDU-Jahreshauptversammlung schnell erledigt. Wahlen zum Vorstand standen in diesem Jahr nicht an. Adrian Viteritti legte den Mitgliedern den Kreisparteitag am 16. Juni ans Herz, der erstmals nicht als Delegiertenversammlung durchgeführt wird. Zur Einstimmung auf die Fußball-WM bietet die CDU Plettenberg ihren Mitgliedern und Freunden eine Fahrt ins Deutsche Fußball-Museum am 26. Mai an. Die Herbstwanderung findet am 30. September statt.

Als Jubilare des CDU-Stadtverbands wurden geehrt: Wolfgang Ising (50 Jahre), Hans Dieter Kober und Ingrid Teubner (40 Jahre) sowie Dietmar Rottmann und Rainer Heidrich (25 Jahre).

Wir brauchen Dich, um die Zukunft von TACH! zu sichern. Bitte mach mit! Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here