Bei ungemütlichem Wetter harrten die Helfer unverdrossen aus. Foto: Wolfgang Teipel

Plettenberg. Ein weißer T-Roc rollt auf den Parkplatz vor der „Halle für Alle“. Ein junger Mann öffnet den Kofferraum. Das Auto ist prall gefüllt mit Spenden für die Plettenberger Tafel. Ein Helfer schiebt einen Transportwagen heran. Paletten mit Kaffee, Zucker, Mehl und mehr und die Weihnachtspäckchen werden im Sozialzentrum verstaut. Dann fragt der Mann noch, ob er sich bei der Tafel engagieren kann. Das Tafelteam staunt über die Begegnung. Schnell notiert Dorothea Birkenhoff noch Anschrift und Telefonnummer. Dann geht’s weiter. Die nächsten Spender stehen schön bereit.

Ein Paket schöner als das andere

„Ein Paket schöner als das andere“, freuen sich die Helfer. Sie können sich auf die Spendenbereitschaft der Plettenberger Bevölkerung, der Unternehmen in der Vier-Täler-Stadt sowie der Schulen und Kindergärten verlassen. „Da geht einem das Herz auf“, sagt Susanne Vollmer. Sie ist mal wieder geradezu überwältigt: „Wenn es um die Aktion ‘Fröhliche Weihnachten für alle‘ geht, zeigen die Plettenberger*innen, dass sie ein großes Herz haben.“

Aktion schon seit 2009

Zahlreiche Spender beteiligten sich in diesem Jahr erneut an der Aktion, die 2009 von der WDR-Lokalzeit und ihren Zuschauern in Zusammenarbeit mit den Tafeln in Nordrhein-Westfalen gestartet worden war. „In vielen Städten ist die Aktion leider eingeschlafen“, sagt Susanne Vollmer. In Plettenberg könne sie dank der großen Spendenbereitschaft der Bevölkerung weitergeführt werden.

Seniorin strickt seit Jahren Schals

150 Weihnachtspäckchen kamen in diesem Jahr zusammen. So konnten größere Familien gleich zweimal bedacht werden. Was wird gespendet? Die Gaben reichen von Lebensmitteln über Kleidungsstücke und Spielzeug bis hin zu Süßigkeiten. Schon seit Jahren strickt eine bezaubernde ältere Dame Schals für die besondere Tafelaktion vor Weihnachten. Auch in diesem Jahr waren wieder welche dabei. Backwerk aus den Kindergärten und 100 Portionen gebrannte Mandeln, gesponsert von einem Plettenberger Unternehmen, kamen dazu – vor Weihnachten muss es eben etwas ganz Besonderes sein.

Die Spender sind mit dem Herzen dabei. „Viele haben sich dafür bedankt, dass wir die Aktion weiterführen“, berichtet Susanne Vollmer. Ganz offenbar wollen sie ihre Vorfreude auf das Weihnachtsfest so mit anderen teilen.

Ehrenamtliche überwältigt

Was sagen Mitglieder des Tafelteams? „Es hat mir wieder sehr viel Freude gemacht. Wir konnten reichlich austeilen und die Gäste waren dankbar und froh, teilweise überwältigt“, erklärt eine der Helferinnen. Eine andere sagt: „Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit meinen Mitmenschen zu helfen und etwas Gutes zu tun. Die Arbeit bei der Tafel macht mir sehr viel Spaß.“ Sie hofft, dass das auch in Zukunft so sein kann.

Dank an alle Spender

Susanne Vollmer bedankt sich bei allen Spendern. Es waren wieder so viele, dass sie nicht namentlich aufgeführt werden können. Ein Dank geht auch an alle Ehrenamtlichen, die an diesen ungemütlichen und teils recht kalten Tagen vor Weihnachten im Einsatz waren. „Das macht uns nichts aus“, lächelten sie die niedrigen Temperaturen weg. Das geht eben nur, wenn einem so viel Wärme entgegengebracht wird.

 

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