Der Smart-City-Projektmanager bei der Südwestfalen Agentur, Matthias Barutowicz, freut sich über den Anschluss der Kommune Plettenberg an die
Der Smart-City-Projektmanager bei der Südwestfalen-Agentur, Matthias Barutowicz, freut sich über den Anschluss der Kommune Plettenberg an die "Smart Cities Rahmenstrategie für Südwestfalen". Foto: Südwestfalen-Agentur / Johanna Maurer

Plettenberg. Die Stadt Plettenberg schließt sich der Smart-Cities-Rahmenstrategie für Südwestfalen an und wird zur Pionierkommune. Dies beschloss der Rat am Dienstag (26. Januar) einstimmig. Von diesem Modellprojekt verspricht sich die Stadt Impulse für die eigene Digitalisierungsstrategie. Die Südwestfalen-Agentur begrüßt den Beitritt Plettenbergs in einer Pressemitteilung.

Nachhaltige und kluge Stadtentwicklung in ganz Südwestfalen vorantreiben: Dieses Ziel verfolgt das bundesweite Modellprojekt „Smart Cities: 5 für Südwestfalen“. Die fünf Pionierkommunen Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest haben das Vorhaben zusammen mit der Südwestfalen-Agentur gestartet und im vergangenen Jahr eine Rahmenstrategie für die gesamte Region erarbeitet. Dieser Strategie schließt sich nun auch die Stadt Plettenberg an. Das hat der Rat der Stadt offiziell beschlossen. Damit wächst das Smart-City-Netzwerk in Südwestfalen.

Projekte und Erkenntnisse teilen

Die “Smart-Cities-Rahmenstrategie für Südwestfalen” ist eine Art Leitfaden. Sie erklärt, was Südwestfalen unter einer Smart City versteht, warum Smart Cities Bürger, Kommunen und Unternehmen in der Region nützt und sie beschreibt, wie die Region bei dem Thema zusammenarbeiten will. “Unser Ansatz ist offen, kooperativ und transparent. Gute Projekte und wichtige Erkenntnisse werden untereinander geteilt. Von allen Erfahrungen der Pionierkommunen sollen alle anderen Kommunen in Südwestfalen profitieren können”, erläutert Matthias Barutowicz, der das Projekt bei der Südwestfalen-Agentur betreut. “Deshalb freue ich mich, dass Plettenberg die Chance nutzt und sich der ‘Smart-Cities-Rahmenstrategie für Südwestfalen’ anschließt. So bekommen wir wieder neue Blickwinkel und Ideen – und das nutzt der gesamten Region.“

Möglichst viele Kommunen in der Region sollen sich am südwestfälischen Modellvorhaben beteiligen und ihre Ideen einbringen, wie man die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen kann, um das Leben in den Städten und Gemeinden Südwestfalens nachhaltig zu verbessern. Im Herbst 2020 wurde bereits die Stadt Iserlohn vom Bundesinnenministerium als weitere Smart City in der Region ausgewählt. Die Stadt arbeitet eng mit den fünf Pionierkommunen Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest zusammen. Plettenberg ist nun die erste Kommune, die durch einen offiziellen Ratsbeschluss der frisch ausgearbeiteten Smart-Cities-Rahmenstrategie beigetreten ist.

Digitalisierung vorantreiben

Für Jonas Borgmann, Demografiebeauftragter der Stadt Plettenberg, ist dies ein wichtiger Schritt. „Wir freuen uns, nun Teil eines starken südwestfälischen Teams zu sein und aufbauend auf der Smart-Cities-Rahmenstrategie das Thema Digitalisierung hier in der Kommune vorantreiben zu können”, erklärte Borgmann. Er sieht vor allem den Austausch mit anderen Kommunen als Vorteil: „Uns bietet sich die Chance, von den Erkenntnissen der anderen Pionierkommunen zu profitieren, uns neues Wissen anzueignen und so ein komplexes Thema interkommunal anzugehen und trotzdem eigene Akzente zu setzen.“

Smart-City-Netzwerk soll weiter wachsen

„Die Smart-Cities-Rahmenstrategie ist für uns die ideale Grundlage, um noch mehr südwestfälische Kommunen für das Modellvorhaben und das Thema Smart Cities zu gewinnen. Das zeigt nun erste Wirkung“, zeigt sich Dr. Stephanie Arens von der Südwestfalen-Agentur über den Beitritt der Stadt Plettenberg erfreut. Das Netzwerk soll aber noch weiter wachsen. “Je mehr mitmachen, desto mehr Erfahrungen sammeln wir untereinander und desto größer ist die Wirkung und sind die Gestaltungsmöglichkeiten für alle Beteiligten und die gesamte Region.“

In den kommenden Monaten sind verschiedene Angebote geplant. Interessierte Kommunen können zum Beispiel Teil der “Smart Cities: Schule“ werden. Hier geht es um Wissenstransfer und Austausch. Auch für Unternehmen und Wissenschaft sowie für interessierte Bürger*innen sind Formate geplant, um das Thema bekannter zu machen und in der Region zu verankern.

“5 für Südwestfalen“

  • Die Smart-City-Kommunen Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest bilden zusammen mit der Südwestfalen-Agentur das Projektkonsortium “5 für Südwestfalen: digital-nachhaltig-authentisch“ im Rahmen der Modellvorhabens „Smart Cities made in Germany“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI).
  • Ihr gemeinsames Ziel ist es, die digitalen Möglichkeiten in der integrierten Stadtentwicklung zu nutzen und exemplarisch für die Region Smart-City-Strategien sowie nachhaltige Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Dabei spielen die geänderten Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger an ihr Lebens- und Arbeitsumfeld ebenso eine Rolle wie die Belange von Umwelt und Wirtschaft.
  • Die Südwestfalen-Agentur moderiert den Prozess, teilt die Erfahrungen und Erkenntnisse aus den Pionierkommunen mit den Städten und Gemeinden in Südwestfalen und bringt diese synergetisch in den REGIONALE-2025-Prozess ein. Das Projekt wird bis zum Jahr 2026 vom BMI gefördert.

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