Per Videoschaltung präsentierte Kim Wrede von der Gertec Ingenieurgesellschaft aus Essen dem Planungs- und Umweltausschuss das Integrierte Klimaschutzkonzept für die Stadt Plettenberg. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Der Planungs- und Umweltausschuss (PUA) empfiehlt dem Rat, das Integrierte Klimaschutzkonzept für die Stadt Plettenberg zu beschließen. Bereits im Dezember hatte der Rat beschlossen, dass sich Plettenberg das im Konzept vorgesehene Klimaschutzmanagement mit einer weiteren Kommune teilen solle. Ebenso soll mit den Kosten für einen Energieberater der Verbraucherzentrale NRW verfahren werden.

In der PUA-Sitzung am Montag (18. Januar) stellte Dipl.-Ingeneurin Kim Wrede von der Gertec Ingenieurgesellschaft das seit vergangenem Oktober vorliegende Konzept noch einmal in seinen Grundzügen vor. Sie wurde der Ausschusssitzung im Ratssaal per Videoübertragung zugeschaltet.

Gertec hat Integrierte Klimaschutzkonzepte (IKSK) für acht Kommunen im Märkischen Kreis erstellt. Neben Plettenberg sind dies Halver, Herscheid, Kierspe, Meinerzhagen, Nachrodt-Wiblingwerde, Neuenrade und Schalksmühle. Andere MK-Kommunen wie z.B. Werdohl verfügen bereits seit einiger Zeit sowohl über ein Klimaschutzkonzept als auch einen Klimaschutzmanager.

Kim Wrede führte an, dass allein für die Stadt Plettenberg bei Umsetzung aller im IKSK empfohlenen Maßnahmen bis zum Jahr 2030 knapp 7500 Tonnen CO2/Jahr eingespart würden. Dies bedeute eine Verringerung des CO2-Ausstoßes um 77 Prozent gegenüber dem Jahr 1990.

Hier gibt es das Klimaschutzkonzept für Plettenberg als Download (PDF).

Energieberatung vor Ort

Das Energieberatungsangebot der Verbraucherzentrale NRW stellte anschließend Heike Hirschmann vor, die aus Düsseldorf in den Ratssaal geschaltet wurde. „Unsere Energieberatung richtet sich an die Endverbraucher“, berichtete die Gruppenleiterin Energieberatung bei der VZ. Der Ansatz sei, durch große Aktionen in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu schaffen, dann mit Einzelberatungen die Endverbraucher zu erreichen. Die Personalkosten teilen sich Land und Kommune. Die Energieberatung finde ausschließlich in Kommunen statt, die diese Kosten übernehmen, erklärte Heike Hirschmann. Für eine Beratung vor Ort zahle der Verbraucher einen Eigenanteil von 30 Euro. „Das ist sinnvoll, denn dadurch wird die Wertigkeit der Beratung unterstrichen“, findet Heike Hirschmann.

Vor der Abstimmung über das IKSK richtete Carina Hennecke (Bündnis 90/Die Grünen) die Bitte an die anderen Fraktionen, den Stellenumfang für das Klimaschutzmanagement noch einmal zu überdenken. „Der Anforderungskatalog ist groß“, meint sie, dass eine halbe Stelle dem Thema Klimaschutz in Plettenberg nicht gerecht würde.

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