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Die unsahlichen Altglascontainer verschwinden. Foto: Sven Prillwitz

Lüdenscheid. (PSL) Der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) geht bei der Entsorgung von Altglas neue Wege: In den Stadtteilen Bierbaum und Piepersloh werden die bisherigen Sammelbehälter in den kommenden Tagen durch unterirdische Container ersetzt. Außerdem verschwinden hier auch alle öffentlichen Altpapier-Behälter sowie die Container für gebrauchte Kleidung und Schuhe aus dem Straßenbild. Davon verspricht sich der STL mehr Sauberkeit und eine optische Aufwertung der Stadtteile.

Die neuen Glascontainer heißen Unterflurbehälter, haben ein Fassungsvermögen von drei Kubikmetern und befinden sich unter der Erde. Lkw mit einer Krananlage heben die unterirdischen Container zur Entleerung aus dem Boden. Dabei hebt sich automatisch auch die Plattform, auf der die Behälter stehen, sodass sich die Grube aus Sicherheitsgründen automatisch schließt.

Bürger entsorgen das Altglas über sogenannte Einwurfsäulen in Edelstahloptik, die maximal eine Höhe von einem Meter haben – und damit auch für Kinder und Rollstuhlfahrer problemlos zu erreichen sind. Damit sind bei der Altglas-Entsorgung statt der Metallcontainer nur noch die Säulen zu sehen. Neben der attraktiveren Optik über der Erde bieten die Unterflurbehälter laut STL drei weitere Vorteile:

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Weil die Container unterirdisch verstaut werden, erzeuge der Einwurf von Altglas deutlich weniger Lärm. Und weil es sich um ein geschlossenes System handle, werde nicht nur eine „unangenehme Geruchsbildung“ vermieden, sondern auch der Befall von Sammelstellen durch Schädlinge.

Am Bierbaum werden an der Kösliner Straße sowie am Bolzplatz an der Kirchstraße ebenfalls Gruben für Unterflurbehälter ausgehoben. Die zweite Wertstoffsammelstelle an der Kirchstraße, in Höhe der Kirche, verschwindet ebenfalls – allerdings ersatzlos. Die hier verlaufenden Leitungen machen den Einsatz von Unterflurbehältern laut STL unmöglich.

Die Tiefbauarbeiten an den drei Standorten sollen binnen weniger Tage erledigt sein. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 75.000 Euro, die der STL übernimmt. Für Gebührenzahler ist die Umstellung auf das unterirdische System kostenlos.

Das gilt auch für die Papiertonnen, mit denen sämtliche Haushalte am Piepersloh und am Bierbaum inzwischen ausgestattet worden sind. Diese Tonnen ersetzen die großen Altpapier-Behälter an den wegfallenden Wertstoffsammelstellen. Auch von diesem Schritt verspricht sich der STL mehrere Vorteile, unter anderem eine platzsparende Entsorgung von Papiermüll.

Die insgesamt fünf Sammelbehälter für gebrauchte Kleidung und Schuhe, die in beiden Stadtteilen stehen, sollen an einem neuen Standort untergebracht werden. Wo genau das sein wird, ist derzeit noch unklar. Fest steht hingegen für den STL, dass das Pilotprojekt zur neuen Entsorgung von Altpapier und Altglas auch an weiteren Standorten im Stadtgebiet grundsätzlich vorstellbar ist.

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