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Im Rathaus gibt es Ärger um den 10-Punkte-Plan der CDU. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. (PSL) Aus der Not heraus schränkt der Fachdienst Bauordnung das Service-Angebot für die Bürgerinnen und Bürger ab dem 1. November ein. Dabei handelt es sich um eine vorübergehende Maßnahme, mit der die Stadt Lüdenscheid auf die Auswirkungen von Personalproblemen reagiert.

Chef wechselt zum Kreis Unna

Georg Thomys, als Fachdienstleiter für die Bauaufsicht zuständig, tritt am 15. November seine neue Stelle beim Kreis Unna an. Dort übernimmt er die Leitung des Fachbereichs Bauen und ist damit für die Sachgebiete Bauordnung, Wohnungswesen, Hochbau und Straßenunterhaltung zuständig. Die Stadt Lüdenscheid sucht mit Hochdruck nach einem Nachfolger. Angesichts eines Mangels an Bewerbern stellt sich die Neubesetzung der Stelle jedoch als schwierig dar.

Hoher Krankenstand

Wegen eines hohen Krankenstands im Fachdienst Bauordnung in den vergangenen Wochen hat sich außerdem die Bearbeitung unter anderem von Bauanträgen verschoben. Daher müssen Bürgerinnen und Bürger derzeit längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

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Sprechzeiten entfallen

Aus diesen Gründen bietet der Fachdienst Bauordnung seine öffentlichen Sprechzeiten ab November nur noch donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr an. Damit entfallen die montäglichen Sprechzeiten zunächst bis auf Weiteres. Darüber hinaus werden Bauberatungen im Vorfeld auf das Nötigste reduziert. Um unnötige Wartezeiten und Frust zu vermeiden, bittet der Fachdienst zudem darum, Bauanträge ausschließlich vollständig und prüffähig einzureichen.

Mehr Zeit für Genehmigungen

„Mangelhafte Anträge müssen wir konsequent zurückweisen“, erklärt Georg Thomys. Auch mehrfache Gesprächsrunden zur Genehmigungsreife müssten vermieden werden. „Es geht darum, mit dem vorhandenen Personal und dem anfallenden Arbeitspensum so effizient wie möglich zu arbeiten“, bittet der scheidende Fachbereichsleiter um Verständnis. Auch für die Genehmigung städtischer Bauprojekte müsse aufgrund der aktuellen Situation mehr Zeit eingeplant werden.

Verlängerte Vorlaufzeiten

Darüber hinaus müssen Bauanträge zur temporären Nutzungsänderung von Gebäuden – etwa wenn in einer Lagerhalle eine Feier stattfinden soll – ab sofort mindestens sechs Wochen vor der Veranstaltung beim Fachdienst Bauordnung eingereicht werden. „Wir brauchen diese Vorlaufzeit unter anderem, um Aspekte zum Thema Brandschutz zu klären und das Ordnungsamt beteiligen zu können“, erklärt Georg Thomys.

Anträge, bei denen die Sechs-Wochen-Frist, auf die auch auf der städtischen Homepage hingewiesen wird, nicht eingehalten wird, werden künftig nicht mehr bearbeitet.

 

 

 

 

 

 

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