Das geplante Parkhaus Brachtstraße in der Querschnittsansicht Quelle: Stadt Plettenberg

Plettenberg. Mit dem Bau des Parkhauses an der Brachtstraße wird voraussichtlich in der zweiten Oktoberhälfte begonnen. Nach vier bis sechs Monaten Bauzeit werden dort knapp 100 Parkplätze zur Verfügung stehen.

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Der Bau- und Liegenschaftsausschuss (BuLA) beschloss am heutigen Donnerstag (31. August) das 1,3-Millionen-Projekt, dass in der Beschlussvorlage so beschrieben wird:

“Vorgesehen ist ein Parkdeck in einer Größe von ca. 41 x 36 m mit einer Gesamtfläche von ca. 1.476 qm. Auf den Ebenen P0 u und P0 o können 25 bzw. 22 Fahrzeuge abgestellt werden. 25 bzw. 26 Fahrzeuge werden auf den darüberliegenden Ebenen P1 u(nten) und P1 o(ben) untergebracht. Somit ergeben sich insgesamt 98 Stellplätze, von denen 2 als Behindertenstellplätze ausgewiesen werden. Weiter ist vorgesehen, eine Ladesäule auf Ebene P0 u mit 2 Anschlüssen zu errichten. Unter der Auffahrt zur Ebene P1 u sollen Abstellplätze für Fahrräder mit Auflademöglichkeit für E-Bikes hergestellt werden. Das Parkdeck ist so konstruiert, dass weitere Ebenen zu einem späteren Zeitpunkt aufgesetzt werden können. Im I.BA (1. Bauabschnitt) sind keine aufwendigen Schallschutzmaßnahmen erforderlich, so dass zunächst nur eine Verkleidung als Sicht- und Blendschutz aus einem Wellprofil vorgesehen ist. Die Kosten belaufen sich auf ca. 1.296.000,- € incl. Wartung über 5 Jahre.”

Enorme Kostendynamik

Auf diesem Platz an der Brachtstraße wird das Parkhaus errichtet. Foto: Bernhard Schlütter

Ab dem sechsten Jahr wird der jährliche Unterhaltungsaufwand auf ca. 3000 Euro geschätzt. Bei einer jährlichen Abschreibungssumme von 25.920 Euro (Abschreibungszeit 50 Jahre) beträgt die jährliche Belastung des städtischen Haushalts ab dem 6. Jahr folglich 28.920 Euro.

Die enorme Kostendynamik, die während der Planungszeit offenbar geworden war, bereitet den Politikern zwar Bauchschmerzen, doch sehen sie die absolute Notwendigkeit dieses Parkhauses im Rahmen des Parkraumkonzepts Innenstadt. Die Baukosten waren zunächst mit rund 700.000 Euro veranschlagt worden. Aufgrund der Marktsituation stehen nun 1.296.000 Euro auf dem Papier.

“Bleibt es dabei?”, fragte Heiko Hillert (CDU). Bauamtsleiter Bernd Merhofe versicherte, dass dies die mit dem ausführenden Bauunternehmen vertraglich vereinbarte Summe sei. Allerdings seien darin nicht die elektrischen Ladestationen enthalten. Über die Kosten für deren Anschaffung müsse zu einem späteren Zeitpunkt gesondert beschlossen werden.

Belastungsprobe für Dauerparker

Je nach Wetter könnte eventuell noch vor Jahresende die untere Parkebene als Zwischenlösung freigegeben werden. Bis dahin fehlt noch ein Ersatz für die jetzt bis zu 58 Parkplätze neben dem Awo-Haus. Bürgermeister Ulrich Schulte stellte in Aussicht, dass die Herstellung des oberen Parkdecks des Parkhauses Offenbornstraße vorgezogen werden könnte, um für Entspannung der Parksituation vor allem für Dauerparker zu sorgen.

Wildwuchs im Bikepark: alles Natur

Vor der Sitzung trafen sich die BuLA-Mitglieder am Bikepark Grünetal. Ihnen war zugetragen worden, dass sich das Gelände in verwahrlostem Zustand befinde. In der Tat sahen die Politiker üppigen Wildwuchs auf dem ehemaligen Freibadgelände. “Aber das ist Natur und die Bikestrecke ist befahrbar”, berichtete BuLA-Vorsitzender Bernd Paulus (SPD). Eine Anregung gaben die Politiker den Verwaltungsvertretern aber mit: Im Eingangsbereich des Bikeparks bilden sich große Pfützen. Diese Mulden sollen mit Schotter zugeschüttet werden, damit sich keine Brutstätte für Mücken bildet.

 

 

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