Osterfeuer
Bild: Shutterstock

Lüdenscheid. Ostern naht und damit auch die Frage: Werden in diesem Jahr wieder die Osterfeuer brennen? Die Aussicht auf weitere Lockerungen der Corona-Schutzverordnung am 20. März macht Hoffnung. Bei einigen Veranstaltern laufen die Planungen. Zum Beispiel bei „Willi & Söhne“, die am Vorabend des Osterfestes wieder zum Festival „Burn the Fox“ einladen möchten.

Bereits zwei Osterfeuer angemeldet

„Bisher wurden zwei Osterfeuer angemeldet“, berichtet die Pressesprecherin der Stadt Lüdenscheid, Marit Schulte-Za. Viele Veranstalter möchten die aktuelle Corona Lage und den Konflikt in der Ukraine im Blick behalten, bevor sie die Osterfeuer anmelden, erläutert die Pressesprecherin weiter.

Veranstalter aus Lüdenscheid können für die Anmeldung das dafür vorgesehene Onlineformular auf der Website der Stadt nutzen.

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Vorschriften für Osterfeuer

„Es gibt Vorschriften, die gelten für ganz Nordrhein-Westfalen, das wären in Grunde genommen die Abfallvorschriften, dass man kein Abfall verbrennen darf und das einfach Osterfeuer nennt, das ist dann nicht zulässig“, erklärt Frank Ruffer vom Ordnungsamt Lüdenscheid. Er erklärt weiter, dass es für die Osterfeuer oder auch Brauchtumsfeuer eine Regelung in der Gefahrenabwehrordnung der Stadt Lüdenscheid gibt.

Die Gefahrenabwehrordnung besagt, dass Brauchtumsfeuer vor der Durchführung anzuzeigen sind und der Brauchtumspflege dienen. So dürfen in der Ortsgemeinschaft verankerte Glaubensgemeinschaften, eine Organisation oder ein Verein das Feuer unter dem Gesichtspunkt der Brauchtumspflege ausrichten.

„Bei einem öffentlichen Osterfeuer hat jedermann Zugang, die Feuer in den Gärten sind hingegen Lagerfeuer“, erklärt der Ordnungsamt Mitarbeiter. Auch die sogenannten Lagerfeuer, so Ruffer, müssen angemeldet werden.

„Die Liste der angemeldeten Lagerfeuer und Osterfeuer stellen wir der Feuerwehr zur Verfügung, wenn dann Meldungen von Bürgern eingehen, dann weiß die Feuerwehr direkt, dass dort ein Osterfeuer stattfindet und hat direkt die Telefonnummer des Verantwortlichen vor Ort, den man dann auch erstmal ansprechen und nachfragen kann“.

Einzuhaltende Mindestabstände für Brauchtumsfeuer

Wie der Gefahrenabwehrordnung der Stadt Lüdenscheid zu entnehmen ist, müsse 100 Meter Abstand von zum Aufenthalt von Menschen bestimmten Gebäuden, 50 Meter Abstand von sonstigen baulichen Anlagen und 50 Meter Abstand zu befestigten Wirtschaftswegen eingehalten werden. Außerdem gilt ein Mindestabstand von 100 Metern von Hochspannungsleitungen oder vom Waldrand.

Kontrolle der Osterfeuer

„Auch private Osterfeuer werden stichprobenartig kontrolliert“, erklärt Frank Ruffer. Beispielsweise würde mit einem Luftbild geschaut werden, ob ein Wald in der Nähe sei. In dem Falle werden die Anmelder beispielsweise darauf hingewiesen, dass ein Osterfeuer oder Lagerfeuer an dem Ort nicht möglich ist.

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