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Nuri Sahin
Gruppenbild mit Sponsor-Trikot des Hauptsponsors Frima an der Oststraße: Alessandro Heep, Serap Güler, Götz Ander, Dirk Rebein, Jan Nesselrath, Nuri Sahin, Andreas Schulte und Marco Voge. Foto: Wolfgang Teipel

Meinerzhagen. Die berufliche Zukunft von Nuri Sahin ist zurzeit wohl noch ein wenig unklar. Für seinen Heimatverein RSV Meinerzhagen hat der 31-jährige Profifußballer ein klares Ziel. „Da ist weiter Luft nach oben“, sagte Nuri Sahin bei einem Treffen im Stadion n der Oststraße. Das gelte sowohl für das sportliche Ziel Aufstieg in die Regionalliga als auch für die Integration von Kindern und Jugendlichen in der Jugendabteilung des RSV Meinerzhagen.

Diese Botschaft hörte auch Serap Güler gern. Die Staatssekretärin für Integration im NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen war Gast bei der Sommertour von CDU-MdL und Landratskandidat Marco Voge. Die 40-Jährige, die auch Mitglied des CDU-Bundesvorstands ist, hatte auch gleich einen Tipp für die RSV-Verantwortlichen um den Vorsitzenden Dirk Rebein. Der RSV könne sicher Mittel aus dem Programm „Komm an NRW“ erhalten. Aus diesem Fördertopf wird bürgerschaftliches Engagement in der Flüchtlingshilfe unterstützt.

Vorbilder sind wichtig

Nuri Sahin
Nuri Sahin im Gespräch mit Serap Güler, Jan Nesselrath und Marco Voge. Collage: Wolfgang Teipel

Geld ist wichtig. Ebenso wichtig sind Vorbilder. Zu ihnen zählt zweifellos Nuri Sahin. Seit sich der 52-fache türkische Nationalspieler 2015 beim RSV Meinerzhagen engagiert, ist es mit den Kickern von der Oststraße sportlich steil nach oben gegangen. Zudem hat Sahin Schwung in die Jugendabteilung gebracht. Rund 200 Mädchen und Jungen kicken derzeit beim RSV Meinerzhagen.

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“Stecke mein Herzblut in diesen Verein.”

Nuri Sahin gilt als das Zugpferd. Das ist er nicht nur auf dem Papier. „Ich stecke mein Herzblut in den Verein“, berichtete er. Und Dirk Rebein bestätigt: „Von 131 Trainingseinheiten in der vergangenen Saison hat Nuri Sahin nur sehr wenige verpasst.“

Der RSV habe einen wichtigen Beitrag zu seiner persönlichen Integration geleistet, berichtete der prominente Fußballer, der es als Jugendlicher ohne Umwege vom RSV in die 1. Bundesliga-Mannschaft von Borussia Dortmund schaffte. „Mein Deutsch wurde auch durch das Training besser. Der Mannschaftssport fängt einen auf, der Teamgedanke prägt einen“, erklärte Sahin, der auch auf seinen Auslandsstationen in Madrid und Liverpool stets schnell die Sprache lernte, um den Anschluss zu finden. „Auf dem Platz müssen alle eine Sprache sprechen“, fordert er. Beim RSV Meinerzhagen ist das Deutsch. Der 31-Jährige sieht aber noch weiteren Verbesserungsbedarf im Jugendbereich. Ziel müsse es sein, dass alle Jugendtrainer eine Trainerlizenz machen, um die Kinder somit besser auszubilden, so Sahin.

RSV erweitert Vereinsheim und baut Tribünenüberdachung

Nuri Sahin gilt in Meinerzhagen als Sympathieträger und Vorbild. Der Fußballprofi hat mit dem RSV noch viel vor. Foto: Wolfgang Teipel

Nuri Sahin wohnt mit seiner Familie inzwischen in Herdecke. Seine Heimat, bekannte er, sei aber nach wie vor Meinerzhagen. „Wenn ich hier bin, bin ich glücklich. In anderen Städten bin ich der Fußballer, aber hier bin ich Nuri.“

An der Geburtsstätte seiner Karriere wird derzeit kräftig gearbeitet. So wurde das Granulat des Kunstrasenplatzes ausgetauscht. „Der Ball läuft jetzt viel besser“, sagte Profi-Kicker Nuri Sahin. Mit der Erweiterung des Vereinsgebäudes und dem Bau einer Tribünenüberdachung bewältigt der RSV zurzeit das größte Projekt seiner Vereinsgeschichte. Die Kosten werden auf rund 500.000 Euro veranschlagt.

Mittelfristig ist der Austausch des Kunstrasenbelages vorgesehen. Dirk Rebein hat zudem ein Fernziel im Visier. Er möchte den alten Tennenplatz neben dem Stadion reaktivieren. „So könnten wir die Trainingskapazitäten erweitern“, sagte er. Und das würde auch der Jugendabteilung, die Nuri Sahin so am Herzen liegt, zugutekommen.

 

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