Start Orte Lüdenscheid „Niemand wird vergessen e. V.“: Verein feiert zehnjähriges bestehen

„Niemand wird vergessen e. V.“: Verein feiert zehnjähriges bestehen

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Der jüdische Friedhof wurde 2003 in die Liste der Lüdenscheider Baudenkmäler aufgenommen. Hier startete der Verein "Niemand wird vergessen e. V." 2012 seine Aktivitäten. Foto: luedenscheid.de

Lüdenscheid. Der Verein „Niemand wird vergessen e. V.“ feiert am Freitag, 28. und Samstag, 29. Oktober, sein zehnjähriges Bestehen. Dazu lädt er zu einigen veranstaltungen in Linke Zentrum (LiZ), Albrechtstraße 2 in Lüdenscheid ein. Der verein will die Erinnerung an jüdische Gemeinden und Menschen aufrechterhalten, die der NS-Vernichtungspolitik zum Opfer gefallen sind. Deshalb hält der Verein „Niemand wird vergessen e.V.“, den Umstand, dass die Erinnerung an viele ehemalige jüdische Gemeinden mit ihren Friedhöfen verfällt, für untragbar. „Wir finden, es ist notwendig, diese verbliebenen Fragmente des jüdischen Lebens in Ehren zu halten. Wenn die Gelände dem Vergessen anheimfallen, haben die NS-Verbrecher ihr Ziel erreicht“, heißt es auf der Homepage des Vereins.

„Niemand wird vergessen e. V.“ besteht aus jungen Menschen aus allen Teilen Deutschlands.

Hier das Programm zum zehnjährigen Bestehen:

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Freitag 28.10.22 – 19:30 Uhr

Vortrag „Antisemitismus & Antiziganismus seit den 90er Jahren in der BRD“ Zwischen Terror, Ausgrenzung und Bagatellisierung. Facetten der Diskriminierung von Juden_Jüdinnen & Sinti*ze und Rom*nija in Deutschland. Die Sorge in den jüdischen Gemeinden und bei Sinti*ze und Rom*nija über die politische Entwicklung in Deutschland und ihre Sicherheit wächst. Immer wieder erleben sie, dass ihre Existenz in Deutschland in Frage gestellt wird, obwohl sie seit Jahrhunderten Teil der Gesellschaft sind.
In der Veranstaltung soll zunächst in zwei Kurzvorträgen der Antisemitismus und der Antiziganismus seit den 90er Jahren in der Bundesrepublik betrachtet werden. Im Anschluss soll ein Gespräch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Ressentiments stattfinden.
Samstag 29.10.22 ab 20:00 Uhr
Lesung & Party
„Welche Verbindungslinien bestehen zwischen Punk und Jüdisch sein?“ Dieser Frage geht das Fanzine  OSTSAARZORN aus Leipzig auf den 100 Seiten seiner Sonderausgabe „Punk und Jewishness“ im Sommer 2022 auf den Grund. Zwei der Herausgeber stellen bei einer multimedialen Lesung ihr selbsternanntes Fachjournal und einige der darin thematisierten jüdischen Punk-Protagonist:innen vor – Klangbeispiele inklusive. Das Zine-Projekt OSTSAARZORN ist spendenbasiert, handgemacht und 100% D.I.Y.  Die Herausgeber haben sich dazu entschlossen sämtliche Erlöse aus dem Verkauf der Sonderausgabe an „Niemand wird vergessen e.V.“ zu spenden.
Anschließend Party – 10 Jahre Niemand wird vergessen
2012 – 2022 / Ein Jahrzehnt Niemand wird vergessen…als kleine Idee entstanden und noch immer voller Tatendrang. Der Vereins ist stolz auf das Erreichte stolz und will das kräftig feiern.