So könnte der Weg durch das umgestaltete Quartier an der Stadthalle aussehen. © RKW Architektur +

Meinerzhagen. Die Meinerzhagener Stadthalle in modernem, ansprechenden Gewand, umgeben von bekannten und neuen Elementen auf dem Stadthallenplatz: Offen, vielseitig und zweckmäßig stellen sich Stadt und Architekturbüro das neue Stadthallenareal vor, das sich mit Stadtplatz und Zentrum zu einer Einheit verbindet. Mit der Veröffentlichung der Pläne und Skizzen geht auch die aktive Beteiligung für die Bürgerinnen und Bürger in eine neue Phase: Sie können sich vor dem Abschluss des Konzeptes noch konkret einbringen.

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Ein Areal, das sämtliche Anforderungen erfüllt, um langfristig ein kulturelles und wirtschaftsstarkes Zentrum in der Innenstadt auf- bzw. auszubauen: Mit diesem Anspruch hatte sich das Architekturbüro RKW Architektur + aus Düsseldorf im vergangenen Jahr im Auftrag der Stadt Meinerzhagen an die Konzepterarbeitung für das Stadthallenumfeld gemacht. „Wir haben hier in Meinerzhagen eine riesige Chance. Moderne, ansprechende Architektur mit Strahlkraft für das gesamte Zentrum, ein umfangreiches Einzelhandelsangebot, Gastronomie, Kultur und Begegnung – das alles können wir möglich machen“, so wertet Bürgermeister Jan Nesselrath die Potenziale, die sich mit dem Projekt für die Stadt eröffnen: „Wir wollen ein lebendiges Stadtzentrum, wir wollen einen funktionierenden Einzelhandel, wir wollen ein modernes und einladendes Stadtbild.“

Offenes Gebäudeensemble

Und so präsentiert sich das Stadthallenareal laut Konzept als offenes Gebäudeensemble, das sich harmonisch in die bestehende Bebauung einfügt. Wesentlicher Bestandteil ist die Stadthalle. Die zeigt sich im Entwurf in ihrem unverkennbaren Habitus, gleichzeitig modern und offen mit einer neuen vorgehängten Fassade aus – teilweise gelochten – hellen Architekturbetonplatten sowie großflächigen verglasten Bereichen. Ein besonderer Blickfang ist der neue barrierefreie, verglaste Eingangsbereich der Stadthalle. Insgesamt war für die Sanierung der Stadthalle ein Investitionsumfang von rund sieben Millionen Euro veranschlagt worden, die neben der gestalterischen Fassadenerneuerung in die grundlegende technische und sanitäre Erneuerung, die Ausstattung sowie in die energetische Sanierung fließen müssen.

Geschäfts- und Lokalzeile sowie Wohnungen

Neben der Stadthalle sieht das Konzept eine Neunutzung des Bereichs, in dem sich jetzt der seit längerem ungenutzte Gastronomieanbau befindet. Dieser soll einer Neubebauung weichen. Dabei entsteht aus der Anordnung von Stadthalle und neuen Baukörpern, die durch Treppenhauskerne miteinander verbunden sind, eine Passage mit Geschäfts- und Lokalzeile und Wohnungen. Dieser „Quartiersweg“, der den gleichen Steinbelag wie der neue Stadtplatz erhalten soll, öffnet sich trichterförmig zum Stadtplatz hin und verbindet das neue Quartier optisch und atmosphärisch mit dem Platz und der Haupt- und Volmestraße sowie im Weiteren der Fußgängerzone. Kultur, Begegnung, Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten werden hier zusammengeführt und sollen damit als Ergänzung für die Aufenthaltsqualität auf dem Stadtplatz selbst sowie für die Innenstadt dienen. Direkt an die Stadthalle angebaut, erstreckt sich ein eingeschossiger Anbau mit begrüntem Dach, der Platz für Einzelhandel mit kleineren Flächen und zwei Gastronomieeinheiten bietet. Der größere der geplanten Gastronomiebetriebe kann auch für die Veranstaltungsbewirtung in der Stadthalle selbst genutzt werden. Flankiert wird dieser Anbau durch ein Gebäudeensemble mit weiteren Flächen für Einzelhandel, Büros, Wohnungen oder auch Praxen auf der anderen Seite des Quartiersweges zur Volmestraße hin.

Großzügig verglaste Gebäudefront

Über das Zusammenspiel dieser beiden Elemente öffnet sich der Weg platzartig zu einem dritten neuen Gebäudekomplex: Im rückwärtigen Bereich mündet die Anordnung in einen weiteren eigenständigen Baukörper, der im Unter-, Erd- und Obergeschoss Platz für größere Einzelhandelsflächen bietet. Auch hier wurde Wert auf eine offene, einladende Anmutung gelegt. Eine großzügig verglaste Gebäudefront und ein als Gründach ausgelegtes Schrägdach lockern die Atmosphäre sichtbar auf, so dass sich das Gebäude ausgewogen in das Umfeld mit offen gelegter Volme einfügt.

Gesamtansicht © RKW Architektur +

Abgerundet wird das Gesamtspiel durch weitere Akzente wie Grünbereiche und den kleinen Quartiersplatz mit Wasserbecken und Bäumen, die die Gestaltungs-Ideen des Stadtplatzes und dessen Umfeldes mit offengelegter Volme und bereits angelegter Bepflanzung aufgreifen und weiterführen.

Zwei oder vier unterirdische  Parkdecks

Die geplante äußere Gestaltung der neuen Baukörper, die eine Fassade aus hellen sandfarbenen Klinkerriemchen vorsieht, passt sich farblich an die angedachte Fassadengestaltung der Stadthalle an, so dass ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Auch die Parksituation wird im Konzept berücksichtigt: So schaffen zwei, optional vier unterirdische Parkdecks hinreichende Möglichkeiten für Besucher der Innenstadt, unkompliziert und nah am Ort des Geschehens ihren PKW abzustellen. Bis zu 230 Stellplätze stünden so zur Verfügung.

Insgesamt sieht das Konzept somit eine Gesamtfläche für den Handel von 4.900 Quadratmetern, für Gastronomie von 610 Quadratmetern und für Dienstleistungen, Büros, Praxen oder Wohnflächen von 770 Quadratmetern vor. Ein Planungsfokus liegt dabei auf der flexiblen Einteilung. So soll insbesondere eine Einheit mit den bestehenden Bereichen der Innenstadt in architektonischer Hinsicht, aber auch in Bezug auf einen gemeinsamen Stadt- und Einkaufskern geschaffen werden.

 

„Die Initiative der Stadt Meinerzhagen und aller Beteiligten ist beispielhaft für ganz Deutschland. Hier wird gemeinsam daran gearbeitet, wie sich Innenstädte erfolgreich weiterentwickeln können“, fasst Barbara Possinke, Geschäftsführende Gesell-schafterin von RKW Architektur +, zusammen. „Das geplante Stadtquartier denkt die innerstädtischen Wege und Plätze weiter und die Stadthalle mit neuem gläsernem Eingangsfoyer ist adressbildend für das neue Quartier.“

Pläne ab 23. Februar im Rathaus zu sehen

Der Entwurf soll nun auf noch breitere Füße gestellt werden: Im Zentrum der nächsten Phase vor dem Abschluss des Konzeptes steht noch einmal die aktive Beteiligung aller interessierten Bürgerinnen und Bürger. Nachdem die Pläne im Rahmen einer Informationsveranstaltung detailliert vorgestellt wurden, werden sie ab dem 23. Februar im Eingangsbereich des Rathauses am Bürgerbüro bis zum 16. März ausgestellt. Dort kann man sich ein genaues Bild von den Überlegungen machen und die Visualisierungen eingehend studieren.

Neben der bestehenden E-Mail-Adresse ideen-stadthalle@meinerzhagen.de, über die Anregungen und Vorschläge direkt an den zuständigen städtischen Fachbereich sowie das beauftragte Architekturbüro gehen, gibt es noch weitere Gelegenheiten zum persönlichen Austausch und direktem Feedback. Bürgermeister Jan Nesselrath und Friedrich Rothaar, Fachbereichsleiter Technischer Service, stehen an folgenden Terminen dafür vor Ort im Rathausgebäude 1, Sitzungsraum 1, zur Verfügung:

Freitag, 2. März 2018, 10.00 Uhr bis 12.30 Uhr, und

Donnerstag, 8. März 2018, 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr.

In diesen Terminen können Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Anmerkungen besprechen und sich direkt beteiligen. Die Stadt bittet hierbei aus organisatorischen Gründen um eine kurze telefonische Anmeldung bei Frau Grella (Tel.-Nr. 77101). Im Anschluss an diese Gesprächsrunden wird das Konzept fertiggestellt, so dass dann Fördermittel beantragt werden können.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Meinerzhagen

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