Symbolfoto: pixabay.com

Lüdenscheid. Seit einem Jahr leben die Menschen auch in Lüdenscheid unter den durch die Pandemie bedingten Einschränkungen – davon sechs Monate in einem meist strengen Lockdown. Für viele Menschen bedeutet das: Zusammenleben mit anderen Familienmitgliedern auf engem Raum, im Homeoffice, vielleicht gleichzeitig mit Homeschooling der Kinder. Für andere: Wegfall von Terminen, Kontakten, Entschleunigung, vielleicht Leere und Einsamkeit.

Und vielleicht haben einige auch neue Kreativität an sich entdeckt, ihre Erfahrungen, ihre Gefühle und Ängste, ihr Verhältnis zu anderen in Worte zu fassen und niederzuschreiben – oder sie haben all das bereits in Texten verarbeitet.



„Schreiben in Zeiten von Corona“ – unter diesem Arbeitstitel bitten die „Freunde der Stadtbücherei Lüdenscheid“ darum, solche Texte zur Verfügung zu stellen. Wir freuen uns, dass Bürgermeister Sebastian Wagemeyer die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat.

Kein Wettbewerb

Ganz bewusst wird darauf verzichtet, einen Wettbewerb zu veranstalten. Es können Autoren aller Altersgruppen teilnehmen. Es geht darum, die außergewöhnlichen Erfahrungen des letzten Jahres zu dokumentieren. Dafür sollen Texte aller Art gesammelt und gesichtet werden – und vielleicht online oder evtl. auch als Buch veröffentlicht werden.

Deshalb richten die „Freunde der Stadtbücherei Lüdenscheid“ den Aufruf an die Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider: Schicken Sie Ihren Text (mit Angabe eines Autorennamens oder Pseudonyms) möglichst per Mail an die „Freunde der Bücherei“:  info@buecherei-weiterdenken.de (Freunde der Stadtbücherei Lüdenscheid, Graf-Engelbert-Platz 6, 58511 Lüdenscheid).

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Es können Geschichten sein, Gedichte, Theaterszenen oder Dialoge, dokumentarische Szenen oder, oder … der kreativen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Einige wichtige formale und rechtliche Hinweise:

  • Die Texte sollen bis Freitag, 26. März 2021, eingegangen sein.
  • Mit der Zusendung stimmen die Autor*innen einer evtl. digitalen oder analogen Veröffentlichung durch die „Freunde der Stadtbücherei“ ohne Honoraransprüche zu. Bei Kindern und Jugendlichen bitte das Alter angeben und eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten beifügen.
  • Ansonsten verbleiben die Rechte bei den Autor*innen. Wenn ein Absender angegeben ist, bemühen die „Freunde“ sich, die Einsender vor einer Veröffentlichung zu informieren.
  • Der Text sollte mit einem Autorennamen versehen werden. Soll die Veröffentlichung unter einem Pseudonym erfolgen, muss aber der Name des Verfassers bzw. der Verfasserin den „Freunden“ bekannt sein.
  • Die Texte sollen nicht länger als drei Seiten DIN A 4 sein, möglichst kürzer (Schriftgröße 12 Pt, Zeilenabstand 1 ½, normale Ränder, höchstens 3.000 Zeichen incl. Leerzeichen).
  • Eine Auswahlkommission sichtet die eingegangenen Texte und wählt ggf. für eine Veröffentlichung aus. Sie besteht aus drei Mitgliedern des Vorstands der „Freunde“ (Anne Altrogge, Bernd Sondermann, Rolf Scholten), Bettina Görlitzer von den „Lüdenscheider Nachrichten“ und einer Autorin aus einer Schreibwerkstatt. Alle Mitglieder der Kommission haben Erfahrung mit Literatur oder haben sogar selbst mehrfach Texte verfasst.

 

Bürgermeister Sebastian Wagemeyer ist Schirmherr des Projektes. Er unterstützt die Aktion mit folgendem Aufruf:

Liebe Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider,

Bürgermeister Sebastian Wagemeyer unterstützt das Projekt der Freunde der Stadtbücherei Lüdenscheid mit einem Aufruf. Foto: Schulte-Lippern

die Corona-Pandemie ist eine Extremsituation, die uns allen sehr viel abverlangt. Die uns Kraft und Nerven raubt. Die uns Freiheit und Erlebnisse kostet – und das an jedem einzelnen Tag.

Jeder von uns geht mit einer solchen Ausnahmesituation anders um. Eine Möglichkeit besteht darin, die eigenen Gefühle und Gedanken zu Papier zu bringen. Die eigenen Erfahrungen in Textform zu verarbeiten. Das kann nicht nur hilfreich, sondern auch befreiend sein – und ist mit Sicherheit äußerst lesenswert und spannend.

Aus diesem Grund übernehme ich auch gerne die Schirmherrschaft für das Projekt „Schreiben in Zeiten von Corona“, das sich die Freunde der Stadtbücherei Lüdenscheid haben einfallen lassen. Ich bin mir sicher, dass wir Lüdenscheider der grauen Tristesse der Pandemie mit jeder Menge bunter Kreativität trotzen – auch in schriftlicher Form.

Lassen Sie uns also ein interessantes, vielfältiges Gemeinwerk schaffen, das uns allen jetzt eine positive und künstlerische Art der Beschäftigung bietet – und in Zukunft einen spannenden Rückblick auf diese schwierige Zeit. Und wer weiß: Vielleicht entdeckt ja der eine oder andere auf diese Weise sein schriftstellerisches Talent.

Ich freue mich auf Ihre Einsendungen!

Ihr Bürgermeister Sebastian Wagemeyer

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