Superintendent Dr. Christof Grote: "Die Kirche muss nah bei den Menschen bleiben." Foto: EKKLP

Meinerzhagen/Valbert. In den Evangelischen Kirchengemeinden Meinerzhagen und Valbert stehen in naher Zukunft Veränderungen an. Aufgrund der sinkenden Mitgliederzahlen in
den letzten Jahren sowie zwei Umgestaltungen in den Pfarrstellen sind beide Kirchengemeinden derzeit dabei eine gemeinsame Lösung zu finden.

Wie in der gesamten Kirchenstruktur in Deutschland setzen sich auch die Ev. Kirche von Westfalen (EKvW) und der Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg mit seinen 23 Kirchengemeinden seit Jahren mit sinkenden Mitgliederzahlen auseinander. Die Konsequenzen sind für das kirchliche Leben vor Ort spürbar. Vor allem wird dies deutlich, wenn Kirchen entwidmet werden oder weniger Pfarrerinnen, Pfarrer oder andere Hauptamtliche der Kirchengemeinde sich um die Aufgaben vor Ort kümmern müssen.



Kooperationsräume weiterentwickelt

Der Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg hat deswegen schon vor Jahren damit begonnen, in dieser Hinsicht zukunftsfähige Konzepte zu erarbeiten. Vor allem die Überlegungen zu ‚Kooperationsräumen‘ wurden in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt. „Wir haben schon vor vielen Jahren damit begonnen, die Idee der Kooperationsräume zu erarbeiten. Das bedeutet, dass benachbarte Kirchengemeinden gemeinsam überlegen, wie sie noch enger zusammenarbeiten können. Uns ist bewusst, dass dies Veränderungen der  gewohnten Strukturen bedeutet. Aber unser Ziel ist es, weiterhin nah bei den Menschen vor Ort zu sein, auch wenn die Rahmenbedingungen dafür herausfordernder werden“, erklärt Superintendent Christof Grote die Zielrichtung des Kirchenkreises.

In diesem Zuge erarbeiten auch derzeit die Kirchengemeinden Meinerzhagen und Valbert ein Modell, um unter veränderten Gegebenheiten in Zukunft eine bestmögliche Gemeindearbeit leisten zu können. Neben den sinkenden Mitgliederzahlen machen dies auch zwei Veränderungen in Pfarrstellen vor Ort nötig.

Peter Winterhoff geht in den Ruhestand

Pfarrer Peter Winterhoff wird nach 34 Jahren als Pfarrer der Kirchengemeinde in Valbert am 30. Mai in den Ruhestand verabschiedet. Zudem möchte sich Pfarrerin Petra Handke, nach 25-jährigem Dienst in Meinerzhagen, beruflich noch einmal neu orientieren. Nach Absprache mit der EKvW und der Kirchengemeinde Meinerzhagen befindet sich Petra Handke schon in Bewerbungsgesprächen für eine andere Pfarrstelle im Bereich der Landeskirche. Damit wird sie für ihren Dienst in Meinerzhagen nur noch eine begrenzte Zeit zur Verfügung stehen.

Nachfolge noch nicht geregelt

Wie schon mit einer Kooperation der beiden Nachbargemeinden in der Jugendarbeit, wird derzeit auch für die Pfarrstellensituation eine gemeinsame Lösung erarbeitet. „Eine konkrete Nachfolgeregelung gibt es derzeit noch nicht. Da beide Gemeinden aufgrund ihrer aktuellen Mitgliederzahlen die vakant werdenden Stellen nicht wieder voll besetzen können, gibt es von den Presbyterien in Meinerzhagen und Valbert derzeit Überlegungen für eine Kooperationsstelle“, erklärt Klaus Kemper-Kohlhase, Pfarrer und Vorsitzender des Presbyteriums der Ev. Kirchengemeinde Meinerzhagen.

Zeitnahe Lösung angestrebt

So könnte eine neue Pfarrstelle zusammen besetzt werden, dann mit entsprechenden Aufgabenbereichen in beiden Gemeinden. Einen genauen Zeitplan für die Neubesetzung gibt es zwar noch nicht, aber alle Verantwortlichen in den Kirchengemeinden und im Kirchenkreis sind miteinander um eine zeitnahe Lösung bemüht.

Die anstehenden Vakanzen sollen hier schnellstmöglich beendet werden – zum Wohle beider Kirchengemeinden. (EKKLP)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here