Rolf Kürby, Guido Raith und Ulrike Tütemann suchen 50 Lieblings-Lüdenscheider. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Der Lüdenscheider Fotograf Guido Raith, der Geschichts- und Verein und das Museum packen ein neues Projekt an. Für das Buchprojekt „50 Begegnungen in Lüdenscheid“ suchen die drei Kooperationspartner 50 Lieblings-Lüdenscheider, die zeigen, wer die Stadt lebens- und liebenswert macht.

Das kann der Nachbar sein, der Einkäufe miterledigt ohne großes Aufheben davon zu machen oder der Schrauber, der sich zum xten Mal an die Reparatur eines alten Autos macht und dabei seine gute Laune nicht verliert.



Gefühlvoll in Szene setzen

Solche Menschen suchen der Fotograf Guido Raith und die Texterin Ulrike Tütemann, um sie gefühlvoll in Szene zu setzen. Diese Mal soll nicht die lokale Prominenz glänzen, sondern Prominente der besonderen Art, die für Familie, Nachbarschaft und die Atmosphäre in der Stadt wichtig sind, wie beispielsweise auch der Kneipenwirt, die Pfarrerin oder die freundliche Krankenpflegerin, die immer ein offenes Ohr und ein tröstendes Wort parat haben.

Bürgerschaft wählt die Hauptdarsteller aus

„Foto und Text ergeben das komplette Bild“, freuen sich Guido Raith und Ulrike Tütemann auf die Aufgabe. Sie werden die 50 Hauptdarsteller in ihrem Buch nicht selbst auswählen. Das Team setzt ganz auf die Lüdenscheider Bürgerschaft, die ihren speziellen Promi auswählt und ihn zum Kandidaten oder zur Kandidatin für das Buch macht. Das Einverständnis sollte allerdings vorher eingeholt werden.

Die Serie “Freunde” von Guido Raith war ein großer Erfolg. Foto: Wolfgang Teipel/Archiv TACH! Lüdenscheid

Wer einen Vorschlag machen will, sollte den Namen mit einer kurzen schriftlichen Begründung an die E-Mail-Anschrift 50begegnungen@web.de senden. Guido Raith und Ulrike Tütemann hoffen auf viele interessante Vorschläge.

„Es geht nicht nur um das künstlerisch gestaltete Abbild von 50 Menschen“, erläuterte das Autorenteam bei der Vorstellung des Projektes. Die Bilder und Texte sollen den Leser später ein wenig hinter die Kulissen blicken lassen und die Atmosphäre im persönlichen Umfeld des Porträtierten ein wenig ausleuchten.

Persönliche Sicht auf die Stadt

Die Idee zum Projekt geht auf Guido Raith zurück. Schon lange hat sich der ehemalige Fotoredakteur der Westfälischen Rundschau mit dem Gedanken befasst, wie er seine persönliche Sicht auf ein sympathisches Lüdenscheid zeigen könnte. Deshalb ist er besonders glücklich, dass er mit dem Geschichts- und Heimatverein und dem Museum Partner gefunden hat, die das Buchprojekt „50 Begegnungen in Lüdenscheid“ jetzt ermöglichen. Beide haben sich auch intensiv am Konzept beteiligt.

Bürgermeister übernimmt Schirmherrschaft

„Wir haben in Dr. Arnhild Scholten und dem gesamten Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins vom ersten Moment der Vorstellung als Unterstützer gefunden, die den positiven Grundgedanken des Buchprojekts aufgenommen und weitergetragen haben“, berichtete Guido Raith. So sei es auch möglich geworden, Bürgermeister Sebastian Wagemeyer als Schirmherrn zu gewinnen. Auch beim NRW-Heimatministerium fiel die Idee auf fruchtbaren Boden. Es stellt aus dem Fördertopf „Heimatwerkstatt“ 36.000 Euro für die Umsetzung von der Recherche bis zum Druck zur Verfügung. Der Geschichts- und Heimatverein, erläuterte Geschäftsführer Rolf Kürby, werde über Sponsorengelder versuchen, den Eigenanteil in Höhe von 4000 Euro zu stemmen.

Abschluss Ende 2022

Das Buchprojekt muss bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Der fertige Band soll dann im Rahmen einer Ausstellung im Museum präsentiert werden.

„Es bleibt nicht viel Zeit“, sagte Guido Raith, der bereits 2015 ein ähnliches Projekt umgesetzt hat. Dabei ging es um 30 Doppelporträts von Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider mit und ohne Migrationshintergrund. Die Serie „Freunde“ war ein großer Erfolg. Die Ausstellung war in mehreren MK-Städten und schließlich auch im Düsseldorfer Landtag zu sehen.

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