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Neuer „Märker“ ist da

220 Seiten in der Doppelausgabe der landeskundlichen Zeitschrift - Zehn Autoren

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Märkischer Kreis. (pmk) Wer sich für die Geschichte der ehemaligen Grafschaft Mark interessiert, der kommt an der landeskundlichen Zeitschrift “Der Märker” nicht vorbei. Jetzt ist eine Doppelausgabe mit 220 Seiten geballter Information von zehn Autoren erschienen.

220 Seiten geballte historische Informationen bietet die neueste Ausgabe der „Der Märker“, die landeskundliche Zeitschrift für den Bereich der ehemaligen Grafschaft Mark und den Märkischen Kreis. Sie ist deshalb so umfangreich ausgefallen, weil es sich um eine Doppelausgabe für die Jahre 2018 und 2019 handelt. Schriftleiterin Kreisarchivarin Dr. Christiane Todrowski konnte für die aktuelle Ausgabe zehn Autorinnen und Autoren gewinnen.

Mendener Hexenprozesse

Peter Trotier würdigt anlässlich des 400. Geburtstages Fürstbischof Jobst Edmund von Brabeck. Seine Büste steht noch heute vor dem Haus Letmathe. Letmathe ist der Geburtsort des späteren 54. Bischofs von Hildesheim. Ihm ist es letztlich zu verdanken, dass das seinerzeit von protestantischen Territorien umgebene Letmathe katholisch blieb.



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„Giftmischer, Hexen und Werwölfe“ ist der Aufsatz von Morten Rüberg betitelt, der sich mit der dörflichen Lebenswelt und dem theologischen Hexereikonstrukt in den Mendener Hexenprozessen beschäftigt. Jochen Engelhard von Nathusius beschäftigt sich in seinem Beitrag mit der „Evangelisch-reformierten Kirchengeschichte im Raum Fröndenberg“. „Nachhaltige Naturnutzung als historisches Phänomen im Raum Iserlohn“ ist das Thema von Gerhard E. Sollbach. Er zeigt den Ressourcenverbrauch und –missbrauch in der Letmather Mark auf.

Preußischer Mythos im Sauerland

„Ein Bild von Freund und Feind“ ist der Text von Sandra Hertel überschrieben, in dem sie sich mit dem Medienkrieg zwischen Friedrich II. und Maria Theresia auf den Iserlohner Tabaksdosen befasst. „Das Eiserne Kreuz in Iserlohn“ ist das Thema von Rico Quaschny. Für den Untertitel wählte er „Ein preußischer Mythos im märkischen Sauerland.“

Clementine Varnhagen, „eine vergessene Sozialdemokratin“, ist der Beitrag von Walter Wehner überschrieben und Fridjof Kopp hat für seinen Beitrag „Der Hillebach“ zur Entstehung einer Hemeraner Sage über Karl den Großen recherchiert.

Die 68er in Lüdenscheid

„Die Hagener AFA und die frühe Elektromobilität“ ist das Thema von Roland Pieper. Er zeigt historische Entwicklungslinien einer aktuellen Technik auf. Und schließlich befasst sich Dietmar Simon in „Die 68er in Lüdenscheid“ mit der politischen Jugendbewegung im märkischen Sauerland.

Vervollständigt wird die jüngste Ausgabe „Der Märker“ mit einigen Buchbesprechungen sowie dem Vorwort von Landrat Thomas Gemke. Das Heft kostet zehn Euro zuzüglich Porto. Es ist erhältlich über das Kreisarchiv des Märkischen Kreises in Altena sowie in den Bürgerbüros im Kreishaus Lüdenscheid und am Griesenbrauck in Iserlohn.

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