Foto: Ordnungsamt Lüdenscheid

Lüdenscheid. (PSL) Seit der Vollsperrung der A45 bei Lüdenscheid hat nicht nur die Verkehrsbelastung im Stadtgebiet immens zugenommen. Auch die Meldungen von Geschwindigkeitsverstößen häufen sich – insbesondere von den Nebenstraßen der Umleitungsstrecken. Aus diesem Grund hat die Stadt Lüdenscheid einen zusätzlichen „Blitzer“ angeschafft.

Dabei handelt es sich um einen Anhänger, der mit einem Laser-Messgerät, leistungsstarken Akkus und einem integrierten Modem ausgestattet ist. Das System ermöglicht laut Hersteller über mehrere Tage einen „autonomen Messbetrieb ohne Personal“. Das Gerät erfasst Geschwindigkeitsverstöße, verschlüsselt die Daten und übermittelt diese anschließend automatisch per E-Mail an das Ordnungsamt.

Signal an geplagte Anwohner

Der Anhänger soll in erster Linie entlang der viel befahrenen Nebenstraßen der Umleitungsstrecken der A45 aufgestellt werden. „Es geht nicht darum, dass wir scharf auf Bußgelder sind“, stellt Frank Ruffer vom Ordnungsamt klar. „Wir wollen mit dem zusätzlichen ,Blitzer‘ ein Signal an die geplagten Anwohner senden, dass wir etwas gegen die Geschwindigkeitsverstöße und die daraus resultierenden Gefahren unternehmen.“ Weil die Nebenstraßen nicht nur durch Wohngebiete führten, sondern oft auch an Schulen und Kindertagesstätten vorbei, sei die vermehrte Verkehrsüberwachung hier in der aktuellen Situation umso wichtiger, so Ruffer.

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Seit 14. Januar im Einsatz

Seit Freitag, 14. Januar, ist der Anhänger in Lüdenscheid im Einsatz. Die Stadtverwaltung hat das Gerät über einen Zeitraum von fünf Jahren gemietet. So lange werden der Abriss der maroden und gesperrten Talbrücke Rahmede und der anschließende Neubau nach Angaben der Autobahn GmbH des Bundes voraussichtlich dauern. Neben dem Anhänger verfügt das Ordnungsamt zudem über zwei Fahrzeuge, die mit Geräten zur Geschwindigkeitsmessung ausgestattet sind.

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