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Neuenrades Bürgermeister Antonius Wiesemann hat das Gertrüdchen 2020 abgesagt.

Neuenrade. Mit Hinweis auf die Gefährdungslage durch das Corona-Virus hat Neuenrades Bürgermeister Antonius Wiesemann das Neuenrader Volksfest Gertrüdchen abgesagt.

“Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen”, sagte er am Mittwochabend (4.3.2020) auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Der Verwaltungschef zeigte die schwierige Entscheidungsfindung mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung und des Neuenrader Ordnungsamtes auf: “Wir können die Gefährdungssituation nicht einschätzen und wir können nicht ausschließen, dass etwas verbreitet wird durch das Neuenrader Gertrüdchen.” Auch bei Überlegungen, das Gertrüdchen in reduzierter Form zu begehen, habe man keine machbare Lösung gefunden.

Bürgermeister: “Ich gehe das Risiko nicht ein”

“Ich hoffe auf großes Verständnis”, so Wiesemann mit dem Hinweis, dass er bereits viel Zustimmung erfahren habe, es aber auch andere Meinungen geben werde. “Ich gehe das Risisko für die Besucherinnen und Besucher nicht ein”, sagte Wiesemann. Beim Gertrüdchen habe man als Neuenrader Ordnungsbehörde nicht nur Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sondern auch für die Gäste aus der Region. “Ich will nicht, dass es später heißt: Ihr wusstet, dass es das Problem gibt.”

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Neues Konzept soll 2021 umgesetzt werden

Mit der Absage des Gertrüdchens fällt auch der verkaufsoffene Sonntag aus. Das neue Gertrüdchen Zelt- und Bewirtungskonzept, das die Organisationsverantwortlichen für den Jahrmarkt 2020 geplant und vorbereitet hatten, soll jetzt 2021 umgesetzt werden. Termin für das Gertrüdchen im kommenden Jahr ist vom 19. bis 21. März 2021.

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