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Stadtplaner Jan Koopmann erläuterte die Vorstellungen von mehr Räumen am Wasser in der Innenstadt. Foto: Bernhard Schlütter


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Plettenberg. Im Zuge der Innenstadterneuerung sollen Zugänge zu den Wasserläufen Oester und Else geschaffen werden, die zurzeit nur an wenigen Stellen sichtbar geschweige denn gut zugänglich sind. Die CDU-Ratsfraktion hatte für Montag (13. Mai) zu einer Innenstadtbegehung eingeladen, bei der Oester und Else im Blickpunkt standen.

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Drei Bausteine

Jan Koopmann vom Planungsamt der Stadt übernahm die Führung anhand der Machbarkeitsstudie vom Planungsbüro DTP Landschaftsarchitekten. Diese zählt drei Bausteine für ein Gesamtkonzept auf: Bauliche Entwicklung und Ausgestaltung von einzelnen Orten am Wasser, Aufwertung und dauerhafte Inszenierung einzelner Orte durch Licht und wiederkehrende Elemente sowie temporäre Nutzung und Bespielung einzelner Orte im Rahmen von Aktionen, Ausstellungen und Veranstaltungen.

Dabei handele es sich Ideen, die erst mal keine Rücksicht auf einschränkende Rahmenbedingungen nähmen, betonte Koopmann. Das seien erst mal Wunschvorstellungen des Planungsbüros. “Was umgesetzt werden kann, wird sich in der weiteren Planung ergeben.”



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Rathauspromenade

Die Oester am Wieden – hier könnte eine Promenade entstehen. Foto: Bernhard Schlütter

Baulich ausgestaltet werden könnten eine Rathauspromenade, ein Spiel- und Erlebnisbereich für Kinder etwa in Höhe der Martin-Luther-Schule, ein Aufenthaltsbereich auf dem Sparkassenparkplatz mit Blick auf die Mündung der Oester in die Else, die Stadtkante am Wall sowie ein Elsestrand am Radweg zwischen Hestenbergtunnel und Auf der Weide.

Durch dauerhafte Inszenierungen mit Licht und wiederkehrenden Elemente wie goldfarbenen Steine im Wasser könnten einzelne Orte aufgewertet werden. Die Bespielung der einzelnen Orte soll dafür sorgen, dass sie von den Einwohnern intensiv genutzt werden. Die DTP-Planer stellen sich hier Großveranstaltungen wie ein Lichterfest vor, aber auch Aktionen in kleinem Rahmen wie Yoga- oder Malkurse.

Schon mal Bänke aufstellen

Interessiert verfolgten die CDU-Politiker und etliche Bürger die Ausführungen Koopmanns. Sie begrüßten die Idee, die Bachläufe in der Innenstadt mehr in den Blickpunkt zu rücken. An den einzelnen Orten am Wasser wurde diskutiert. So möchte Klaus Ising (Vorsitzender Planungs- und Umweltausschuss) die Rathauspromenade auf den Bereich zwischen Kriegerdenkmal und Rathaus beschränken, während ein Bürger äußerte, dass durch eine Fortführung am Rathaus vorbei “aus dem Hinterhof ein Wohnzimmer” gemacht würde. Allgemeine Zustimmung fand der Vorschlag, kurzfristig wenigstens schon mal die ein oder andere Bank mit Blick auf die Oester aufzustellen.

Fußgängerbrücke am Wall

Etliche interessierte Bürger nahmen an der Begehung auf Einladung der CDU-Ratsfraktion teil. Foto: Bernhard Schlütter

Die Stadtkante am Wall müsse sich eigentlich umsetzen lassen, meinte Wolf-Dietrich Groote, ehemaliger Plettenberger Planungsamtsleiter. Die L697 sei damals so gebaut worden, dass eine Vierspurigkeit möglich wäre, was heute kein Thema mehr ist. “Da müsste man eigentlich mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer auf der Bachseite schaffen können.”

Beschlossene Sache ist inzwischen die Fußgängerbrücke vom Wall zur Schlieffenstraße, seit vielen Jahren ein Anliegen der CDU-Fraktion. 2020 oder 2021 soll sie gebaut werden.

Bahnhofstraße Thema im Bürgerforum

Für den Elsestrand kam aus Reihen der Bürger ein Alternativvorschlag. Die Wiese auf der Weide gegenüber des Autohauses Schauerte sei dafür viel besser geeignet als das schattige Fleckchen am Radweg. Diesen Hinweis nahm Jan Koopmann als Steilvorlage auf, um auf das nächste Bürgerforum hinzuweisen. Denn da wird die Gestaltung an der Bahnhofstraße im Bereich vom Kreisverkehr Brockhauser/Böddinghauser Weg bis hinauf zum P-Center Thema sein. Das Bürgerforum findet am Montag, 24. Juni, ab 18 Uhr im Ratssaal statt.

Die Machbarkeitsstudie des Planungsbüros DTP Landschaftsarchitekten kann auf im Ratsinformationssystem auf den Internetseiten der Stadt Plettenberg heruntergeladen werden (Link).

Ortsbegehung der CDU-Ratsfraktion zum Thema Räume am Wasser Foto: Bernhard Schlütter

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