Im Verbundprojekt Akustik werden neue Wege zur Vermeidung von Störgeräuschen gesucht. Quelle: Ziel 2.NRW AKUSTIK-PLUS

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Im Zuge der Elektromobilität und immer leiser werdenden Fahrzeuginnenräumen, durch Minimierung der Antriebs- und Strömungsgeräusche, geraten die Geräusche einer Systemkomponente im Fahrzeuginneren immer mehr in den Fokus. Aber nicht nur in mobilen Anwendungen, sondern auch in stationären Applikationen wie z.B. Lüfter, Haushaltsgeräten, Aktoren oder anderen mechanisch/elektrisch betätigten Komponenten rückt das Thema Akustik mehr und mehr in den Vordergrund.

Systematische Bauteilkonzeptionierung fehlt

Eine akustische Geräuschoptimierung wird in der Praxis häufig bisher am fertigen Bauteil vorgenommen (Reaktion auf Störgeräusche). Diese Vorgehensweise kostet Zeit und wird in aufwändigen Wiederholungsprozessen an realen Baugruppen vorgenommen. Es fehlt eine systematische Bauteilkonzipierung, in der die akustische Wirkungsweise im Vorfeld bestimmt und somit das Bauteil hinsichtlich des akustischen Verhaltens designed wird.

Interdisziplinäre Plattform

Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid bewirbt aufgrund dieser Thematik ein Verbundprojekt im Zuge dessen die Stellschrauben zur Vermeidung von Störgeräuschen in anwendungsnahen Untersuchungen verifiziert werden sollen. Der Projektteilnehmer erwirbt umfangreiche Kenntnisse über das akustische Materialverhalten und deren Implementierung in die akustische FEM Simulation. In praktischen Untersuchungen werden ausgewählte Füllstoffsysteme hinsichtlich der akustischen Wirkungsweise gegenübergestellt. Hierzu stehen dem Projektteam Prüftechniken wie: DMA-Analyse, Shaker, Impulsprüfung, Alpha Kabine zur Verfügung. Ziel des Projektes ist es, beginnend beim Material über verfahrenstechnische Optimierungen (Thermoplastschäumen) Lösungsansätze zur vorrauschauend Konzeptionierung akustischer Bauteil aus Kunststoff zu erwirken.

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Das Projekt richtet sich insbesondere an Unternehmen, die ihre Entwicklungstätigkeiten im Bereich der Akustik verstärken wollen. Ebenfalls dient das Projekt als interdisziplinäre Plattform von Akteuren der gesamten Wertschöpfungskette, um zielgerichtete Lösungsansätze zu erarbeiten.

Der Projektstart ist für April 2016 geplant.

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