"Viva la Vida": Zum Finale der Einweihungsfeier sang Bürgermeister Sebastian Wagemeyer, begleitet vom Jugendsinfonieorchester, den Coldplay-Hit aus dem Jahr 2008. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. „Lebe das Leben“: Viva la Vida, der Coldplay-Hit aus dem Jahr 2008, könnte durchaus das Motto für die neue Musikschule am Staberg sein. Bei der offiziellen Einweihungsfeier am Samstag erklang er in einer Bearbeitung von Niklas Zabel, gespielt vom Jugendsinfonieorchester der Musikschule und gesungen von Bürgermeister Sebastian Wagemeyer. Das war das fulminante Finale einer Veranstaltung, bei der Ensembles und Einzelinterpreten (Emily Leitgeb: Violine, Daniel Zahnow: Percussion und Natascha Winter: Gesang) zeigten, was die städtische Musikschule Lüdenscheid zu leisten vermag.

Der große Saal im Erdgeschoss eignet sich hervorragend für Konzerte. Foto: Wolfgang Teipel

Hervorragender Konzertsaal

Der große Saal im Erdgeschoss entpuppte sich vor zahlreichen Gästen aus Politik, Verwaltung und aus dem Kreis der am Bau Beteiligten als hervorragender Konzertsaal. Die Musikschule soll aber mehr sein. „Wir wollen eine Begegnungs- und Austauschplattform und ein Ort des lebenslangen Lernens sein“, sagte Musikschulleiterin Katja Fernholz Bernecker in ihrem Grußwort. Den bildungs- und gesellschaftspolitischen Auftrag der Musikschulen nehme sie zusammen mit ihrem Team sehr ernst.

Musikschulleiterin Katja Fernholz-Bernecker: „Ein Privileg und Geschenk.“ Foto: Wolfgang Teipel

Dass sie den Umzug in eine neue Musikschule mitgestalten durfte und jetzt im Gebäude am Staberg unterrichten dürfe, empfinde sie als „Privileg und Geschenk“.

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Für Bürgermeister Sebastian Wagemeyer ist der Neubau ein wichtiger Faktor zur Etablierung Lüdenscheids als Kulturstadt in der Region. Welches Gewicht sie in Lüdenscheid bereits besitze, sei an den aktuell 1800 Schülerinnen und Schülern abzulesen.

Cristina Loi: „Maßgebliche Weiterentwicklung des Projektes Mensch Altstadt.“ Foto: Wolfgang Teipel

Mit zweieinhalb Jahren Bauzeit und Kosten von rund sieben Millionen Euro seien Zeit- und Kostenrahmen eingehalten worden. Das sei bei öffentlichen Bauprojekten keinesfalls selbstverständlich. Dafür dankte der Bürgermeister allen an Planung und Bau Beteiligten.

Cristina Loi, Dezernentin für Kulturförderung bei der Bezirksregierung Arnsberg, bewertete die Schule am neuen Standortort als „maßgebliche Weiterentwicklung des Projekts Mensch Altstadt“. Musikschulen seien und blieben gesellschaftlich relevant, betonte sie. Musizieren trage zur Persönlichkeitsbildung bei, fördere Leistungsbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit.

Auch Barbara Scheidtweiler, 1. Vorsitzende des Vereins Freunde der Musikschule, bezeichnete die Musikschule als Bereicherung für das städtischen Leben.

Bei der Einweihungsfeier holten Alt-Bürgermeister Dieter Dzewas und Gudrun Abendroth von der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW) der Stadt die obligatorische Grundsteinlegung nach. Sie ließen eine Zeitkapsel in eine vorbereitete Nische im Eingangsbereich der neuen Musikschule ein. Der Inhalt: Unter anderem ein Grundriss des Erdgeschosses, Zeitungsberichte und ein goldener Notenschlüssel.

Alt-Bürgermeister Dieter Dzewas und Gudrun Abendroth (ZGW) ließen eine Zeitkapsel in eine Nische im Eingangsbereich des Gebäudes ein. Foto: Wolfgang Teipel

 

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