Ausstellungsgestalter Professor Jürg Steiner (1.v.l.) ermittelt mit der wissenschaftlichen Museumsmitarbeitern Dr. Agnes Zelck (2.v.l.) und Restaurator Holger Lüders die richtigen Luxzahlen für den Lichtfinger. Foto: Clara Heggemann/Märkischer Kreis

Altena. (pmk) Die Ausstellung der Museen Burg Altena erhält neue Medien, um weiterhin attraktiv für die Besucher zu bleiben.

Im Raum “Leben im Luxus” werden zurzeit vier sogenannte Lichtfinger installiert. Sie ermöglichen es den Besuchern, gezielt Informationen zu den einzelnen Exponaten abzurufen. Sie steuern die Beleuchtung jeweils über einen Touch-Screen. Wird ein entsprechendes Symbol angetippt, erscheint die Erklärung auf dem Monitor.

Der Ausstellungsraum “Leben im Luxus” beschäftigt sich mit den Lebensbedingungen der Adeligen. Auf vier großen Podesten werden die Themen Wohnen, Essen, Beten und Schafen inszeniert. Zu sehen sind kostbare Möbel, Gemälde, Zinn-, Glas-, Porzellan- und Keramikobjekte. Im Bereich “Beten” sind unter anderem ein Stundenbuch und ein Hausaltar zu sehen.

“Durch den Lichtfinger kommen jetzt auch Objekte zur Geltung, die bisher nicht so im Blick der Besucher standen”, berichtet Dr. Agnes Zelck, Kunsthistorikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Museen. Dazu zählen zum Beispiel die ausgefallenen Gläser, die im Bereich “Essen” ausgestellt sind. So erhalten die Besucher weitergehende Informationen zu außergewöhnlichen Glasformen wie dem Berkemeyer, Tümmler oder Schnapshund, einem im 18. Jahrhundert beliebtes Scherzglas. Es ist auch möglich, in ausgestellten Büchern zu “blättern”, indem man weitere Seiten auf dem Touchscreen sichtbar werden lässt. Außerdem sind auf einer zweiten Ebene weitergehende Erklärungen und Bilder zu sehen.

Per Touchscreen können Informationen zu einzelnen Exponaten aufgerufen werden. Foto: Clara Heggemann/Märkischer Kreis

Möglich ist die mediale Aufwertung durch das Förderprogramm “Heimat-Zeugnis”. Die Märkische Kulturstiftung hat rund 1,160 Millionen Euro vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung erhalten, um die Burg Altena und den Weyhe-Park didaktisch und medial aufzuwerten.

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